Kleingeld nicht mehr nötig

Stadtverordnete wollen Handyparken

Offenbach - Ein Traum vieler Autofahrer könnte wahr werden, zumindest derjenigen, die sich den neuen technologischen Möglichkeiten gegenüber aufgeschlossen zeigen und nicht immer das passende Kleingeld im Portemonnaie bei sich führen. Von Fabian El Cheikh

Während im Rhein-Main-Verkehrsverbund Tickets für Bus- und Bahnfahrten bereits mit dem Handy oder dem Smartphone gekauft werden können, wollen Stadtverordnete im Rathaus nun die Möglichkeit eröffnen, auch Parkgebühren in Offenbach auf diesem Weg zu bezahlen. Eine entsprechende Anfrage an den Magistrat über finanzielle Auswirkungen, Investitions- und laufende Kosten eines anmeldelosen Systems hat der zuständige Stadtrat Felix Schwenke ausführlich beantwortet.

So sei es möglich, als Ergänzung zu den Parkscheinautomaten das „Handyparken“ an allen bewirtschafteten Parkplätzen der Stadt einzuführen. Um eine solche Zone zu kennzeichnen, rechnet Schwenke mit einmaligen Investitionen für die Beschilderung in Höhe von etwa 10.000 Euro. Hinzu kommt im Jahr der Anschaffung eine Einrichtungsgebühr von 1500 Euro. Jährlich müsste die Stadt danach die anfallenden Kosten in Form einer Grundgebühr, der Transaktionsgebühr (acht Prozent) sowie der SMS-Gebühr (sechs Cent pro Parkvorgang) begleichen. „Daraus ergeben sich Mehrausgaben“, so Schwenke, „bei 30 Prozent der Parkflächennutzung von 21.960 Euro, bei 60 Prozent in Höhe von 41.400 Euro.“

Kosten für eine Umrüstung

Kosten für eine Umrüstung der Datenerfassungsgeräte der Verkehrsüberwacher entstünden nicht. Es sei aber damit zu rechnen, dass sich die Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung erheblich verringerten, „da sich der Zeitaufwand in jedem einzelnen Kontrollfall für die Überwachung der bewirtschafteten Flächen deutlich erhöht“. Wie berichtet, plant die Stadt eine Ausweitung der Bewirtschaftszonen, sollen im innerstädtischen Gebiet noch mehr Parkflächen gebührenpflichtig werden.

Ob und wann das Handyparken Realität wird, ist unklar. Die Stadtverordneten müssten einen Beschluss fassen und den Magistrat mit der Einführung beauftragen. Alternativ könnte die Stadt selbst aktiv werden. Bislang liegen zwei Angebote von den marktführenden Firmen für „Handyparken ohne Registrierung“ vor. Sollte eine Entscheidung fallen, könnte die Umrüstung binnen drei Monaten folgen.

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