Hehler zahlten mit Drogen

Offenbach - (mad) Seit drei Tagen wird gezählt, sortiert und zugeordnet bei der Offenbacher Kripo. Müssen die Beamten sich doch durch einen Berg von Hehlerware wühlen, den sie am vergangenen Dienstag bei zwei 42 und 45 Jahre alten Offenbachern entdeckten.

Die polizeibekannten Männer hatten ihre staatliche Unterstützung mit dem schwunghaften Handel von geklauten Krafträdern, Fahrrädern, Elektronikartikeln und zahlreichen weiteren Gegenständen aufgebessert und dabei offenbar „gut Kohle gemacht“, wie Polizeisprecher Ingbert Zacharias gestern sagte. Nach Erkenntnissen der Fahnder wurden die von Dieben angelieferten Beutestücke mit Drogen bezahlt. Der Wert der sichergestellten Hehlerware war gestern noch nicht bezifferbar.

Nachdem sie einen Tipp erhalten hatten, durchsuchten die Ordnungshüter am Dienstag zunächst eine Werkstatt der beiden Männer auf dem ehemaligen Hassia-Gelände in der Christian-Pleß-Straße. Dort entdeckten sie eine Vielzahl von Rädern, Rollern und Mopeds, die offensichtlich geklaut und schon für den Weiterverkauf zerlegt worden waren. Insgesamt zählten die Beamten zehn motorisierte Zweiräder und acht hochwertige Drahtesel.

Nachdem sich weiter Hinweise auf eine Garage in Rumpenheim und eine Hütte in Bieber ergeben hatten, wurden auch diese kontrolliert; dort lagerten unter anderem drei Laptops, eine Musikanlage, mehrere hundert Atemschutzmasken sowie Abbruchwerkzeuge; größtenteils ebenfalls geklaut und für den Ebay- oder Flohmarktverkauf vorbereitet. Wie die beiden Hehler an ihr „Zahlungsmittel“, sprich das Rauschgift, kamen, ist noch unklar und wird nun die Drogenfahnder beschäftigen. Bei der Durchsuchungsaktion wurden jedenfalls Haschisch, Ecstasy-Tabletten und Anabolika entdeckt. Das Duo wurde mit zur Dienststelle genommen, musste später aber wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

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