Rumäne wegen Hehlerei verurteilt

Kein Glück mit Altmetall

Offenbach - Für einen 32 Jahre alten Rumänen endete der Traum vom Glück in Deutschland vor dem Kadi. Wegen Hehlerei mit Altmetall verurteilte ihn das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Manfred Beck zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten zur Bewährung.

Der Angeklagte war vor vier Jahren mit Frau und Kindern ins Rhein-Main-Gebiet gekommen, weil er in Rumänien gehört hatte, dass hier viele Rumänen wohnen würden, die ihm helfen könnten. Ein Landsmann nahm sich auch seiner an und ging mit ihm zum Gewerbeamt, so dass er sich als Altmetallhändler eintragen lassen konnte. Was er jedoch nicht bedachte war, dass es in der Branche viele Konkurrenten gibt, die wie er die Kommunen nach Schrott abfahren.

2014 hatte der Angeklagte fünf Kinder zu ernähren, weshalb er das Angebot annahm, für einen Landsmann zwei Tonnen in Heusenstamm geklautes Altmetall zu verkaufen. Abnehmer war ein Großhändler, dem der Angeklagte zuvor nur legale Ware geliefert hatte und der ihm deshalb vertraute.

Der Angeklagte ahnte, dass die Ware gestohlen war. Er brauchte aber dringend Geld. Von den 1000 Euro, die der Verkauf einbrachte, erhielt der Angeklagte lediglich 150 Euro als Hehlerlohn. Letztlich flog das Ganze aber auf.  Dem Angeklagten machte Richter Beck zur Auflage, den Schaden wiedergutzumachen und sich den Weisungen seines Bewährungshelfer zu unterstellen. (mad)

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