„Diese Idee ist förderwürdig“

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Den Staffelstab übergibt Dr. Eberhard Theobald zur Freude von Detlef Kohsow an Michael Heim (von links). Dazu denke man sich Christoph Dombrowski und Ekkehard Ramm.

Offenbach - „Das Ganze lebt davon, dass viele immer ein wenig tun. “ So existiert das Partnerprojekt von Leibniz- und Fröbelschule seit 24 Jahren. Die Jazz-Matinee geht am Samstag, 1. September, zum 22. Mal über die Bühne im Büsinghof.  Von Markus Terharn

Zu den vielen, die in Wahrheit gar nicht so wenig tun, zählt Detlef Kohsow, der diesen Satz geprägt hat. Das Vorstandsmitglied im Förderkreis der Leibnizschule lobt: „Lehrer, Eltern und Schüler leisten eine Menge. Da werden Bänke geschleppt, Stände aufgebaut, da wird gebraten, gebacken und verkauft.“ Der erfahrene Mitorganisator weiß aber: „Ohne Sponsoren ist das nicht zu stemmen.“

Kohsow nennt die Firma Erko, die kostenlos Strom und Wasser besorgt; das Kulturamt, das gratis den Hof zur Verfügung stellt; das Unternehmen K&K Getränke, das Flüssiges liefert; oder die ODG, die am Ende den Müllberg abträgt. Er dankt – und begrüßt einen neuen Hauptsponsor: Michael Heim.

„Ich bin Offenbacher“

Heim hat am Donnerstagabend den symbolischen Staffelstab von seinem Vorgänger, Versicherungsmensch Dr. Eberhard Theobald, übernommen. Zwar hat die Partnergesellschaft Heim & Honermeier – Wirtschaftsprüfer und Steuerberater – ihren Sitz in Frankfurt, doch er betont: „Ich bin Offenbacher, hier zur Schule gegangen, meine beiden Kinder haben hier Abitur gemacht.“ Das sind nicht seine einzigen Verbindungen zum Leibnizgymnasium. Sein Büro hat schon zehn, 15 Absolventen als Auszubildende eingestellt, teils per Aushang gefunden.

„Diese Idee ist förderwürdig“, urteilt Heim über das Partnerschaftsprojekt mit der Fröbelschule für schwerbehinderte Kinder. „Zur guten Entwicklung einer Stadt gehört eine gute Schule.“

Sein Lions-Freund Kohsow erzählt, wie er Heim als Unterstützer gewonnen hat. „Bei einem Geburtstagsempfang habe ich ihn gefragt, ob er schon mal Hauptsponsor war. Er sagte: Mich hat nie einer gefragt. Da sagte ich: Gut, dann war das jetzt die Frage!“

Dass das Geld gut angelegt ist, beweisen bewegte, bewegende Bilder, die Leibnizlehrer Gottfried Gönner mit Musik zu einem Film zusammengeschnitten hat. Sie zeigen Szenen der Jazz-Matinee 2011 sowie sonstiger Aktivitäten und wecken Vorfreude auf kommenden Samstag.

Buntes Programm mit Benefizcharakter

Von 10 bis 16 Uhr führen die Schulleiter Christoph Dombrowski (Leibniz) und Ekkehard Ramm (Fröbel, kommissarisch) durch ein buntes Programm mit Benefizcharakter. Beteiligt sind Leibniz-Lehrer- und -Schulband, Bigbands von Musik- und Marienschule, Rhythmix (Fröbelschule), Main-Unit und Music of Dragons, die Leitung hat Michael Buhr.

Das Abendprogramm ab 18 Uhr, zum dritten Mal im Angebot, gestaltet der Jazz e. V. mit Rhythm and Blues der Gruppe Backroots bis 22 Uhr. Dr. Stefan Soltek, Direktor des benachbarten Klingspormuseums, bietet dazwischen Buchkünstlerisches in Zehn-Minuten-Happen.

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