Kantiger Kickers-Kopf

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Eiserner in Bronze: Mit Peter Walther von der Stadiongesellschaft Bieberer Berg freuen sich Hermann Nuber und Thorsten Franke vom Kickers-Fan-Museum (von links).

Offenbach (mt) - Der „eiserne Hermann“ ist zurück: Mit Abschluss der Bauarbeiten am Sparda-Bank-Hessen-Stadion hat Hermann Nubers Büste einen neuen Platz gefunden. Während der Bauarbeiten in den vergangenen 18 Monaten wurde sie von der Firma Bremer sorgsam abgebaut und eingelagert.

Jetzt hat die Betreibergesellschaft das Bronzekunstwerk am Seiteneingang der Haupttribüne wieder aufgestellt. Nuber (76) selbst freut sich über den neuen Ort des Denkmals – „weil es öffentlich zugänglich ist und die Fans auf ihrem Weg von den Parkplätzen ins Stadion daran vorbeikommen“.

Die Büste ist Sinnbild der Fußballtradition am Bieberer Berg, welche die Geschichte des alten Stadions geprägt hat und ins neue übernommen wird. Der Stadiongesellschaft war es von Anfang an wichtig, Bewährtes zu erhalten und die Wünsche der Fans zu erfüllen. Die Erhaltung des Nuberdenkmals war ein Punkt, der im Vorfeld der Ausschreibung ausdrücklich formuliert und inzwischen umgesetzt wurde.

Hermann Nuber: Kultfigur und lebende Legende

Diese Büste hatte Horst Jung, als Portas-Geschäftsführer auch langjähriger OFC-Sponsor, 1995 in Auftrag gegeben. Er wollte dem Fußballer und Freund zu Lebzeiten ein Denkmal setzen. Nuber wurde anlässlich seines 60. Geburtstags mit der feierlichen Enthüllung überrascht.

Ab den 50er Jahren galt Nuber als eins der Idole des OFC. Dem Verein ist er stets treu geblieben. Seit 1946 brachte er es auf mehr als 800 Einsätze für die Kickers. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Schweden gehörte er 1958 zum Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft, bestritt jedoch in seiner Karriere kein Länderspiel.

Nuber hat sich unermüdlich für seinen Verein eingesetzt. Deshalb wird er bis heute von den Fans geschätzt und verehrt: Er ist Kultfigur und lebende Legende auf dem Bieberer Berg.

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