Herthas erfolgreicher Kampf

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Lang ersehnt: Hertha Lehmann und Oberbürgermeister Horst Schneider schneiden das Absperrband durch.

Offenbach (mad) - Ex-Oberbürgermeister Gerhard Grandke hatte es ihr einst versprochen, gestern ging für Hertha Lehman ein mehr als zwei Jahrzehnte währender Kampf erfolgreich zu Ende.

Die alte Dame aus Bürgel, eine der vehementesten Verfechterinnen für den Bau des Mainzer Rings, durfte am Vormittag zusammen mit dem amtierenden OB Horst Schneider das rot-weiße Band durchschneiden und damit den ersten Bauabschnitt der Umgehungspiste frei geben.

Zwischen Schönbornstraße und dem neuen Kreisel an der Rumpenheimer Straße ist also fertig, was im Stadtteil vor allem mit der Hoffnung auf Entlastung vom lästigen Durchgangsverkehr befrachtet ist.

Vom November 2006 bis zum Juli dieses Jahres wurde an diesem ersten, rund 1,1 Kilometer langen Bauabschnitt gearbeitet. Knapp 6,2 Millionen hat es gekostet, die 6,50 Meter breite Asphaltpiste samt Geh- und Radweg, 108 Ahornbäumen, 59 Straßenlaternen und vier Bushaltestellen zu schaffen. Den Löwenanteil der Finanzierung - alles in allem wir der Mainzer Ring am Ende rund 9,1 Millionen Euro verschlungen haben - trägt mit 75 Prozent das Land über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Hinzu kommen weitere acht Prozent aus dem Finanzausgleichsgesetz. Den Rest muss die Stadt aufbringen.

Grundsätzlich ist seit gestern der kommunalpolitische Dauerbrenner Mainzer Ring durchgängig befahrbar. Im Abschnitt zwischen Karl-Herdt-Weg/Schönbornstraße und dem anderen Ende der Ortsumfahrung an der Ketteler Straße, wo laut Plan jeweils ein weiterer Kreisel entstehen wird, ist die Strecke indes nur provisorisch hergerichtet. Auf dem verbliebenen Holperstück gilt noch Tempo 30.

Bei der Stadt geht man davon aus, dass es Anfang des kommendes Jahres den letzten Bewilligungsbescheid aus Wiesbaden geben wird, der dann den endgültigen Ausbau des Mainzer Rings erlaubt.

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