Heute fahren in der Regel nur S-Bahnen

Offenbach/Hanau ‐ Vor allem den Nahverkehr soll es treffen: Bei den heutigen Warnstreiks im öffentlichen Dienst droht die Gewerkschaft Verdi in Offenbach, Hanau und Frankfurt mit Stillstand. Von unseren Redaktionen

Ausweichen können Pendler in der Region auf S-Bahnen, Regionalzüge und -busse, die nicht vom Streik betroffen sind. Ob der Ausstand den ganzen Tag dauern wird, ist unklar. Landesweit sind 125 000 Mitarbeiter im öffentlichen Dienst zu Warnstreiks aufgerufen.

In Offenbachwerden wie schon vor zwei Wochen die Verkehrs-Betriebe (OVB) be streikt, die Stadtbusse bleiben im Depot. Zudem wird es stellenweise zu Ausfällen bei der Straßenreinigung und der Müllabfuhr kommen. Da nicht absehbar ist, welche Straßenzüge im Einzelnen betroffen sind, werden Anwohner gebeten, ihre Mülltonnen trotzdem bereitzustellen. Wo die Abfuhr ausfällt, wird sie im Laufe der Woche nachgeholt. Auch in den städtischen Kitas wird gestreikt, allerdings ist in jedem Bezirk ein Notdienst eingerichtet. In der Stadtverwaltung wird (wegen der hohen Zahl von Beamten) mit wenigen Einschränkungen gerechnet. Auch am Klinikum sind die Mitarbeiter von Verdi zum Streik aufgerufen worden, es gibt aber keine Notdienstvereinbarung.

Hart treffen wird der Streik Hanau. Hier werden nach Angaben der Straßenbahn AG (HSB) alle Stadtbus-Linien 1 bis 12 stillstehen. Auch das Klinikum wird bestreikt, eine Notversorgung ist eingerichtet. Geschlossen haben die meisten Kitas, in den Stadtteilen ist aber jeweils ein Notdienst eingerichtet. Zum Streik aufgerufen hat Verdi zudem die Mitarbeiter von Müllabfuhr, Sparkasse und der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises. Zu einer Kundgebung auf dem Freiheitsplatz werden um 11 Uhr bis zu 1000 Streikende erwartet.

InFrankfurt sollen keine Straßenbahnen und U-Bahnen fahren. Auch ein Großteil der Busse wird im Depot bleiben. Informationen zu den Streikauswirkungen sind unter anderem über die kostenpflichtigen Servicetelefone von RMV (01801/768 4636) und der Nahverkehrsgesellschaft traffiQ (1801/069960) zu bekommen.

In der Kreisverwaltung des Kreises Offenbach in Dietzenbach sollte man sich in den publikumsintensiven Bereichen wie etwa im Dienstleistungszentrum mit der Kfz-Zulassung und dem Führerscheinwesen auf erhebliche Beeinträchtigungen einstellen.

In Langen , Rodgau und Dietzenbachwollen vor allem die Mitarbeiter von städtischen Kitas streiken, Notdienste sind aber jeweils eingerichtet.

Rubriklistenbild: © dpa

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