Hinter den Zentrums-Kulissen

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Regina Lubezük (rechts) und Cornelia Däfner arbeiten seit vielen Jahren im Ringcenter. Die Verwaltungsangestellten wissen, was hinter der Fassade des Einkaufszentrums, das in diesem Jahr sein zehnjährigen Bestehen feiert, passiert.

Offenbach ‐ Von ihrem Arbeitsplatz blickt Cornelia Däfner über das gesamte Ringcenter. Wenn es auf dem Parkplatz voll wird, sieht sie es als erste. Sie war schon da, als die Geschäfte noch geschlossen und das Einkaufszentrum im Aufbau war. Von Katharina Platt

Im August 1999 trat sie ihre Arbeit als Assistentin des Centermanagements an und ist seitdem für viele Mitarbeiter und Kunden der „gute Geist“ des Hauses.

Auch Regina Lubezük kennt das Center am Odenwaldring aus einer besonderen Perspektive. Seit November 2001 organisiert die gelernte Einzelhandelskauffrau die Verwaltung des Toom. Weil sie im Schichtdienst arbeitet, ist sie regelmäßig um 6 Uhr morgens als eine der ersten vor Ort, empfängt Lieferanten und kümmert sich um Dienstpläne. Regina Lubezük weiß, wie es sich anfühlt, wenn das riesige Gebäude wie ausgestorben wirkt. Die „Ruhe vor dem Sturm“, bevor die ersten Einkaufswagen durch die Gänge rollen, kennt sie gut.

Cornelia Däfner und Regina Lubezük möchten auf diese besonderen Momente nicht mehr verzichten. Ihnen verdanken sie die Liebe zu ihrem Beruf. Sie sind stolz, in diesem Jahr das zehnjährige Bestehen des Ringcenters mitfeiern zu dürfen. Als „alte Hasen“ wissen sie genau, was sich in der vergangenen Dekade verändert hat. „Die Akzeptanz des Centers hat sich positiv entwickelt“, sagt Regina Lubezük. Auch das neue KOMM-Center sei keine Konkurrenz.

Schon einige Male mussten sie von liebgewonnenen Kollegen, die ihr Geschäft im Center aufgaben, Abschied nehmen. „Wir sind eine große Familie“, verrät Cornelia Däfner. „Man kennt sich und tauscht sich aus.“

Große Verändeungen stehen erst noch an

Beide wissen: Große Veränderungen stehen erst noch an. Nach zehn Jahren verändert sich in dem Einkaufsparadies einiges. Die Umgestaltung des Toom-Lebensmittelmarktes ist bereits abgeschlossen. Seine Neueröffnung wurde in der vergangenen Woche gefeiert. Nun gestaltet die Apotheke auf ehemaligem Toom-Areal eine neue Ladenfläche für sich, die Post und ein Kosmetikstudio. Auf der gegenüberliegenden Seite entsteht ein Bekleidungsgeschäft. Auch an anderen Ecken erhält die Mall ein neues Gesicht. Ein Drogeriemarkt und ein Imbiss sollen das Konzept ergänzen.

Cornelia Däfner und Regina Lubezük kaufen selbst am liebsten im Ringcenter. Nach den vielen Jahren, die sie hier arbeiten, kennen sie jedes Regal und jede Tiefkühltruhe auswendig. Als spannend empfinden sie ihren Arbeitsalltag dennoch. „Weil man jeden Tag vor neuen Aufgaben steht, wird es nie langweilig“, sagt Lubezük. Die 51-Jährige ist bereits seit ihrer Ausbildung bei der „Rewe Group“, zu der auch Toom gehört, angestellt. Schon in einigen Märkten hat sie gearbeitet, doch im Ringcenter fühlt sie sich besonders wohl. Mittlerweile koordiniert sie etwa 80 Mitarbeiter.

Freude über „richtig Leben im Haus“

Ihre Kollegin Cornelia Däfner kümmert sich um die Bürokommunikation der Centerverwaltung. Drei Chefs hat sie bereits unterstützt. Meistens fängt sie um 8 Uhr an. Wann sie in ihrem Büro die Lichter löscht, ist unterschiedlich, je nachdem wie viel zu erledigen ist. Vor allem vor Feiertagen sei es besonders stressig. Für die Arbeit entschädige jedoch vieles. Vor allem über Besuche von Schulklassen und Kindergruppen freuen sich Däfner und Lubezük. „Dann ist hier richtig Leben im Haus.“

Andere Jobs als die eigenen können sich die beiden Mitarbeiterinnen nicht mehr vorstellen. „Die Arbeit im Ringcenter hält jung“, erzählen sie lachend. Den Kontakt zu den vielen Stammkunden wollen beide nicht mehr missen. Aus Erfahrung wissen sie, was die Besucher am Center schätzen. „Die kostenlosen Parkplätze kommen bis heute gut an. Außerdem die Tatsache, dass man hier alles bekommt, was man braucht.“

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