Hinters Licht geführt

Offenbach - Da dürfen sich die Offenbacher von den Planern um Oberbürgermeister Horst Schneider schön hinters Licht geführt fühlen. Wohl wissend, welche Emotionen das angekündigte Ende von lieb gewonnenen Bäumen auslöst, hat man im Rathaus geschickt die Absicht verschleiert, um das Gesamtprojekt bloß nicht zu gefährden.

Vermutlich war auch keinem Stadtverordneten wirklich bewusst, dass er mit seinem Ja zum neuen Wilhelmsplatz auch das Todesurteil für sieben Bäume unterschrieben hat.

Förmlich angelogen haben der OB und seine Baumanager das Volk natürlich nicht. Sie haben ihm nur wohlweislich verschwiegen, was sie vorhaben, und ihm in allen Veröffentlichungen vorgegaukelt, der gesamte Baumbestand des Wilhelmsplatzes sei ungefährdet. Erst wer mit dem aktuellem Kenntnisstand nachliest, was versprochen wurde, entdeckt den Pferdefuß: Eine Überlebensgarantie bekamen immer nur die Kastanien auf „seitlichen Baumstreifen“. Von den anderen war nie die Rede. THOMAS KIRSTEIN

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