Alternative für Hochschule?

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Ob die HfG ihren Neubau am Hafen bekommt, bleibt weiterhin fraglich. Für das Grundstück werden mittlerweile Investoren gesucht. Es gibt aber Plan B. Sieht so die Zukunft des Hafens und der Hochschule für Gestaltung aus? Die Grafik der Stadtwerke Offenbach zeigt die mögliche Variante West des „Quartiers am Gutsche-Park“.

Offenbach - Während die Hängepartie um den Neubau der Hochschule für Gestaltung (HfG) im Hafenquartier weitergeht, beginnt auf dem avisierten Gelände ein Investorenauswahlverfahren.

Der Aufsichtsrat der Mainviertel GmbH, der Eignerin der Hafen-Grundstücke, hat zudem ein städtebauliches und hochbauliches Gutachterverfahren für das künftige „Quartier am Gutsche-Park“ beauftragt. Noch immer befindet sich die Stadt Offenbach mit dem Land Hessen „in guten Gesprächen“, bestätigt Regina Preis, Sprecherin der Stadtwerke Offenbach. Das Land müsste Offenbach das betreffende Grundstück abkaufen und den HfG-Neubau finanzieren.

Alles zum Neubaugebiet im Hafen

Die für die Vermarktung zuständige Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG) und die Mainviertel GmbH sind damit den nächsten Schritt gegangen. Das Areal zwischen Nordring und Hafeninsel, das als Mischgebiet ausgewiesen ist, ist nicht mehr in der ursprünglichen Form für den HfG-Neubau vorgesehen. Nach Aussagen von Daniela Matha, Geschäftsführerin von OPG und Mainviertel GmbH, ist die Ansiedlung der Hochschule im Hafen dennoch weiterhin möglich, da man dem Land Hessen die sogenannte Planungsvariante West angeboten habe.

Weitere Informationen zur Bewerbung für das Investorenauswahlverfahren „Quartier am Gutsche-Park“ finden Interessierte ab sofort im Internet.

Deren Kernpunkte sind eine Verschiebung des Grundstücks für den Neubau in westliche Richtung. Dieses Grundstück sei zwar etwas kleiner mit weniger realisierbarer Bruttogeschossfläche, erfülle aber die Anforderungen der Hochschule vollkommen. Gleichzeitig blieben alle qualitativen und quantitativen Bedarfe, die von der HfG für den Ort des Neubaus geäußert worden waren, erhalten: So etwa die zentrale Lage des Grundstücks direkt am Gutsche-Park, die direkte Anbindung an die Kreativachse Ludwigstrasse vis à vis der Heyne-Fabrik, eine gute infrastrukturelle Anbindung und ein günstiger Zuschnitt des Grundstücks. Außerdem bestehe die Möglichkeit, den Neubau in zwei Abschnitten zu realisieren.

Rundgang durch die Hochschule für Gestaltung

Rundgang durch die Hochschule für Gestaltung

Das Areal für die neuen Investoren liegt westlich der geplanten neuen Hafenschule mit Kindertagesstätte. Auf dieser Fläche können 16 570 Quadratmeter Bruttogeschossfläche realisiert werden. Geschäftsführerin Matha zeigt sich überzeugt, „dass das 7300 Quadratmeter große Grundstück für zahlreiche Investoren und Projektentwickler von Interesse ist und ein attraktives neues Teilquartier im Hafen entstehen wird“. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli.

Somit werde laut Matha die bisherige Erfolgsgeschichte des Hafens weitergeschrieben. Mittlerweile sind mehr als 80 Prozent der in der Vermarktung befindlichen Flächen vergeben. Erste Mieter sind eingezogen, das französische Unternehmen St. Gobain Building Distribution Deutschland bezieht Ende des Jahres seine neue Deutschlandzentrale, weitere Bauvorhaben sind in der Realisierung, die nächsten Spatenstiche stehen an.

 (vs)

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