Hoffnung für Firma Karl Seeger

Offenbach  ‐ Die Mitarbeiter der insolventen Offenbacher Karl Seeger Lederwarenmanufaktur können hoffen. Nach Angaben der vorläufigen Frankfurter Insolvenzverwalterin Ulrike Hoge-Peters soll versucht werden, den Betrieb als Ganzes zu erhalten und langfristig fortzuführen. Von Marc Kuhn

„Wir stehen natürlich erst am Anfang unserer Arbeit, haben aber sowohl von Seiten der Geschäftsführung als auch von Seiten der Belegschaft und Betriebsrat größtmögliche Unterstützung“, erklärte Hoge-Peters gestern. „Auch Kunden und Lieferanten haben signalisiert, dass sie diesen Weg konstruktiv begleiten wollen.“ Das Traditionsunternehmen hatte in der vergangenen Woche Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zur Begründung dieses Schritts hatte die Geschäftsführung mitgeteilt, dass ein Großkunde erhebliche Forderungen nicht bezahlt habe. Karl Seeger beschäftigt in Offenbach 45 Mitarbeiter.

Die Firma war 1992 vom Montblanc-Konzern übernommen worden und sollte Anfang des vergangenen Jahres geschlossen werden. Die Lübecker Beteiligungsgesellschaft Stalhof Industriekapital der Familie Bode hatte im Juni 2009 die Gesellschaft übernommen. „Wir halten weiter zu unserer Beteiligung Karl Seeger und werden im Rahmen unserer Möglichkeiten alles daran setzen, dass diese fantastische Marke mit unseren Mitarbeitern hier in Offenbach eine langfristige Zukunft hat“, erklärte Jesko Bode. „Wir sind weiter überzeugt davon, dass der eingeschlagene Weg gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern grundsätzlich richtig ist. Das bestätigen im übrigen auch die bislang geführten und auch unter den nunmehr neuen Rahmenbedingungen fortgesetzten Gespräche mit möglichen Investoren.“

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