Hündin und sieben Welpen gerettet

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Wohlbehalten im Tierheim: Hündin Louisa mit ihrem Nachwuchs.

Offenbach (mk) - Eine solche zu Herzen gehende gute Tat ist einem Müllermittler des Ordnungsamts nicht alle Tage vergönnt: Bei einem Einsatz am Kaiserlei wegen illegaler Abfallbeseitigung rettete Manfred Krack am vergangenen Dienstag eine Hündin und ihre sieben Welpen.

Dabei beginnt die am Ende tierische Geschichte als ganz normaler Fall: Krack hat den Auftrag, die Kaiserleipromenade anzufahren und nach einer illegalen Müllablagerung zu suchen. Tatsächlich entdeckt er in einem Gebüsch auch Bauschutt. Plötzlich hört der Mann vom Ordnungsamt einen Hund bellen. Dem Klang nach muss das aus einem der dort parkenden Fahrzeuge stammen.

Nach kurzer Suche ist der Wagen gefunden. Eine Dackelmischlingshündin sitzt in einem roten Transporter und bellt ohne Pause. Lediglich zwei Fenster sind einen Spaltbreit geöffnet.

Manfred Krack ist sofort klar: Die Hündin schwebt in Gefahr. Bei Außentemperaturen von 26 Grad und Mittagssonne muss sich der Innenraum des Transporters in eine Sauna verwandelt haben. Über die Dienststelle wird umgehend das Amt für Veterinärwesen informiert. Als Amtsleiterin Karin Haßinger eintrifft, wird entschieden, das arme Tier sofort aus seiner lebensgefährlichen Lage zu befreien.

Ohne Hilfe hätten die Welpen nicht überlebt

Beim Öffnen des Transporters durch die Berufsfeuerwehr ist das Staunen dann groß. Nicht nur die Hündin sitzt eingeschlossen in dem Fahrzeug fest, sondern auch sieben kleine Welpen, die die nächsten Stunden vermutlich nicht überlebt hätten. Alle Tiere werden umgehend von der Wehr ins Tierheim gebracht.

Die Besitzerin der Tiere kann sich auf amtliche Konsequenzen einstellen. Nicht nur ihre Hunde hat sie verloren, auf sie wartet nun auch ein Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Den sichergestellten Welpen und der Mutterhündin geht es inzwischen wieder gut, teilt gestern das städtische Presseamt mit.

Und was ist mit dem Bauschutt? Täter konnten zwar nicht ermittelt werden, aber darauf kam es am Dienstag keinem der Beamten mehr an. „Ich bin einfach froh, dass wir acht Hundeleben retten konnten“ sagt Manfred Krack.

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