Hüpfburgenstadt auf dem Bieberer Berg im Test

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Die Hüpfburgenstadt im Test: Wer darf rein? Was muss man anhaben? Was sagen Kritiker?

Offenbach ‐ Es ist ein bisschen wie im Sportunterricht, nur lustiger und ohne Haltungsnoten. Eine aufgeblasene Metropole hat sich auf dem Stadionparkplatz am Bieberer Berg auf 2 500 Quadratmetern breit gemacht. Von Barbara Hoven und Kathrin Rosendorff

Sie sehen gar nicht so groß aussehen, wenn man davor steht. Die „Hüpfburgenstadt“ ist zum ersten Mal in Offenbach. Hier die wichtigsten Infos:

Wer herrscht über das Burgenland?

Charlie Loritz (34) heißt er und zieht im Wohnwagenseit fünf Jahren mit seinem Cousin und dessen Frau und ihren zwei Kindern mit dem mobilen Hüpfburgenreich durch Deutschland. Ein echtes Familienunternehmen. Charlie selbst nennt sich Herr der Burgen.

Wer darf hüpfen?

Alle. Keine Altersbeschränkung. „Sogar alte Herrschaften sind hier schon gehüpft“, erzählt uns der Prinz. Nur über 100 Kilo ist zu schwer. „Aber dicke Leute gehen meist freiwillig nicht drauf“, sagt Prinz Charlie. Wie umfangreichere Väter, die in engen Radlerhosen selbst ein wenig wie eine Hüpfburg wirken.

Was für Hüpfburgen gibt es?

13 Burgen vom Wabbelberg über den Riesen-Kuhkopf mit Hindernissen bis zur „Riesen-Mega-Wasserrutsche“. Auch auf dem Crazy Cowboy kann man hüpfen.

Und was machen die, die Sprungangst haben?

Nicht nur in der Hüpfburg kann man Spaß haben.

Zum Beispiel Slush-Eis schlürfen oder Quad fahren. Da gibt es auch einen netten jungen Easy-Rider im weißen Unterhemd und mit Fast-Arnie-Muskeln. Der hilft. Und nimmt nicht nur kleine Jungs auf den Schoß, wenn sie Angst haben, alleine zu lenken. Auch große Blondinen. Für eine kommt der gestählte Adrian (20) auf dem Quad um die Ecke und fragt wie im Märchen ganz romantisch: „Willst du mit mir fahren?“ Da macht er seinem Burgherren echt Konkurrenz bei den Hüpf-Prinzessinnen.

Wer bläst denn die vielen Hüpfburgen auf und kriegt man davon nicht blaue Lippen?

Nein, am Bieberer Berg stehen nirgends 15 Leute rum und pusten sich die Lippen wund. Das erledigen Generatoren. Um Strom zu sparen, wird abends die Luft rausgelassen. „Das sieht dann immer so aus, als würden wir abbauen“, sagt der Herr der Luftschlösser. Das tut die Crew aber erst in gut zwei Wochen, am 11. Juli. Bis dahin ist immer montags bis freitags von 14 bis 19 Uhr offen, an Wochenenden und Feiertagen von 11 bis 19 Uhr.

Warum Offenbach?

„In Offenbach waren wir noch nie. Wir wollen ein bisschen Spaß nach Offenbach kriegen neben den Kickers“, sagt der Prinz der Burgen und lacht.

Und was sagen die Kritiker?

Jessica (25) aus Offenbach ist mir ihrem kleinen Neffen Marlin gekommen. „Für Kinder ist die Hüpfburg gut“, sagt sie. Jessica hätte es lieber alles etwas praller, um sich fallen zu lassen. Und sie hätte sich bei den Knalle-Temperaturen als Aufstell-Ort den Park gewünscht. Auch von der Wasserrutsche ist sie etwas enttäuscht. Zu flach, zu kurz, nicht abschüssig.

Welches Outfit?

Keinen Rock und auch kein Kleid. Wenn doch, dann das Höschen nicht vergessen. Es sei denn man heißt Britney. An heißen Tagen Socken mitbringen, denn das Gummi wird bei mehr als 23 Grad Außentemperatur Aua-Heiß. Und Prinz Charlie duldet keine Schuhe auf seiner Burg.

Macht‘s bikini-fit?

Ja. Hüpfen verbrennt bis zu 750 Kalorien und richtig viel Fett. Beim Überwinden der Schwerkraft arbeiten alle Muskeln.

Was kostet der Spaß?

Nicht wenig, „aber wenn ich mit den Kids zum Indoor-Spielplatz gehe, ist das auch nicht billiger“, sagt Loredana. Für sich, Sarah (5), Tayfun (4) und Oma hat sie ermäßigt 14 Euro bezahlt. Regulär kostet´s für Kleinkinder 6, für Kinder über fünf Jahren 8, Erwachsene zahlen 3 Euro pro Tag.

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