Mit Marke und Tütchen

100 Überprüfte, 16 Mal Grund zu Beanstandungen

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Schnuppertag: Hündin Cora vor einem Kottüten-Spender am Buchhügel. 

Offenbach - Offenbachs Hundehalter verhalten sich zur Freude des Ordnungsamts überwiegend diszipliniert. Dieses Fazit kann nach dem jährlichen Hundekontrolltag am vergangenen Freitag gezogen werden.

Von 6.45 bis 22 Uhr fanden insgesamt 98 Kontrollen statt. In 76 Fällen gab es keine Beanstandung. Die Vierbeiner waren ordnungsgemäß an der Leine, ein Hundekottütchen und die Steuermarke wurden mitgeführt und auch der Verpflichtung, die Hinterlassenschaften zu beseitigen, kamen die Hundebesitzer nach. 15 Frauchen oder Herrchen sehen indes einem Ordnungswidrigkeitsverfahren entgegen, ein Rottweiler wurde wegen fehlender Nachweise sichergestellt. Bei der 15. großflächigen Aktion seit 2001 arbeiteten wieder Ordnungs- sowie Kassen- und Steueramt zusammen. Diesmal kontrollierten insgesamt zehn Stadtpolizisten, ob Halter mit ihren Vierbeinern die städtischen Regelungen einhielten.

Fürs vorbildliche Verhalten ihrer Frauchen und Herrchen bekamen die Tiere ein Leckerli gereicht – eine Regel, die wiederum die Beamten seit Jahren einhalten. Ermöglicht hat die Aktion „Hunde-snack statt Knöllchen“ ein Mühlheimer Tierfachgeschäft, das die ausgegebenen Leckerli und Hundekottüten subventionierte. Die Eigentümer des Familienbetriebs wohnen selbst in Offenbach und waren von Anfang an von der Idee begeistert und sagten sofort ihre Unterstützung zu. Auf Post vom Ordnungsamt müssen sich jene 15 Halter einstellen, gegen die ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet wurde. In zwölf Fällen wurde gegen die Anleinpflicht verstoßen. Zwei Halter konnten keine Hundekottüte vorzeigen, in einem Fall wurden Hinterlassenschaften nicht beseitigt.

Hart durchgreifen mussten die Ordnungshüter, als sie einen jungen Mann mit einem Rottweiler antrafen. Für diesen gelten besondere Regeln nach der Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden. Herrchen konnte weder Erlaubnis noch Sachkundenachweis zeigen, die zum Führen eines Listenhunds berechtigen. Da sich außerdem herausstellte, dass die Besitzverhältnisse unklar sind, war die Sicherstellung des Rottweilers unumgänglich. Bis auf diese Ausnahmen hätten die Angesprochenen positiv reagiert, heißt es in der städtischen Bilanz. Die Ergebnisse vergangener Jahre seien bestätigt worden, wonach die Regeln auch befolgt würden. 

mad

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