Vorschrift für Gassigänger

Hundekot: Stadt zufrieden mit Tütenpflicht

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Hündin Cora mit einem Hundekotbeutel, die Tüten gibt es im Bürgerbüro, bei der ESO und bei der Stadtwache.

Offenbach - Im Amtsdeutsch heißt sie „Hundekottütenpflicht“, sie verpflichtet Frauchen und Herrchen, beim Gassigehen einen Beutel für den Unrat der Hunde mitzunehmen. In Offenbach ist sie seit fünf Jahren Vorschrift.

Die Stadt Offenbach führte als erste hessische Großstadt die Vorschrift ein, dass die Bürger beim Ausführen ihrer Hunde einen Müllbeutel für die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner mit sich führen müssen. 2007 verabschiedete die Stadtverordnetenversammlung eine entsprechende Änderung der Abfallsatzung.

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Fünf Jahre später zieht die Stadt eine positive Bilanz zur Hundekottütenpflicht. Bei den Kontrollen könnten mittlerweile nahezu alle Hundehalter auf Nachfrage ein Beutelchen vorzeigen, teilt die Stadt Offenbach mit. Die Abfallbehälter der Grünanlagen seien oft „prall gefüllt“ mit vollen Hundekotbeuteln. „Es zeigt sich also, dass die bisherige politische Linie sinnvoll ist und Erfolg zeigt“, so der zuständige Stadtrat Dr. Felix Schwenke. „Daher wird sie von mir konsequent fortgeführt werden.“

Hinweise auf übermäßig verschmutzte Stellen oder rücksichtslose Hundehaltern nimmt das Ordnungsamt weiterhin über die Müllhotline unter der Nummer 069/8065-4747 entgegen.

Die Stadt will auch weiterhin auf Information, Sensibilisierung und Kontrolle setzen. Wer beim Gassigang keinen Beutel dabei hat, muss 15 Euro Verwarngeld berappen. Wer den Haufen liegen lässt, hat ein Bußgeld von 75 Euro zuzüglich Verwaltungsgebühren zu zahlen.

nb

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