Ordnungsamt zieht positive Bilanz mit Ausnahmen

17. Hundetag: Halter hat Listenhund nicht unter Kontrolle

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106 Hundehalter wurden beim 17. Hundetag kontrolliert.

Offenbach - Insgesamt 106-mal kontrollierten Beamte der Stadtpolizei beim 17. Hundetag am Mittwoch, ob sich Hundehalter an die geltenden Regeln halten. Das Ergebnis ist trotz einiger Ausreißer zufriedenstellend. 

Besonders hart durchgreifen mussten die Ordnungshüter beim 17. Hundetag nur, als am Nachmittag ein junger Mann mit einem American Staffordshire Terrier, einem sogenannten Listenhund, angetroffen wurde. Für diesen Listenhund gelten besondere Regelungen nach der Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden. Nach Angaben der Beamten konnte das Herrchen weder eine Erlaubnis, noch den Sachkundenachweis vorzeigen, der zum Führen eines Listenhundes berechtigt. Auch führte er keine Steuermarke und keine Hundekottüte mit sich. Während der gesamten Kontrolle verhielt sich der Mann äußerst uneinsichtig, aggressiv, verweigerte die Angaben seiner Personalien und hatte den Vierbeiner zu keiner Zeit unter Kontrolle. Dieser gehörte, wie sich herausstellte, nicht ihm selbst, sondern seiner Schwester. Zur Personalienfeststellung mussten die Beamten den Mann schließlich zum 1. Polizeirevier bringen. Dort stellte sich heraus, dass er unter dem Einfluss von THC stand. Der American Staffordshire Terrier wurde vorübergehend im Tierheim untergebracht und darf lediglich der Besitzerin persönlich übergeben werden.

Meist keine Beanstandungen, 20 Halter bekommen Post

In 86 Fällen und somit circa 75 Prozent aller Kontrollen gab es zur Freude aller Beteiligten keinen Grund zu Beanstandungen. Die Tierbesitzer führten Hundekottüten mit – seit Ende 2007 Pflicht in Offenbach –, hielten ihren vierbeinigen Freund an der Leine und hatten ihn ordnungsgemäß beim Kassen- und Steueramt angemeldet – sichtbar durch die Steuermarke am Hals.

Auf Post vom Ordnungsamt und vom Kassen- und Steueramt müssen sich dagegen 20 Halter einstellen, gegen die jeweils mindestens ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden musste. In 18 Fällen wurde gegen die Anleinpflicht verstoßen, sechsmal war der Vierbeiner nicht steuerlich angemeldet und viermal konnte keine Hundekottüte vorgezeigt werden. (wac)

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