Hurra, das neue Jahr ist da!

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Der Start 2010 verlief jedoch weitgehend glimpflich. Die Leitstellen meldeten gestern keine größeren Einsätze.

Offenbach ‐ Es knallte, es zischte, es knatterte. Ab Mitternacht begrüßte aber auch das eine oder andere Martinshorn das neue Jahr in Offenbach: Feuerwehr und Krankenwagen rückten aus. Von Martin Kuhn

Der Start 2010 verlief jedoch weitgehend glimpflich. Die Leitstellen meldeten gestern keine größeren Einsätze. Ärgerlich: Verirrte oder auch absichtlich platzierte Feuerwerkskörper setzten mehrere Müllcontainer in Brand. Am Neujahrstag folgte das große Reinemachen. Oder auch nicht. Obwohl der hiesige Handel – immerhin 40 Geschäfte – die Abgabe von Raketen, Batterien und Kanonenschlägen stets mit einem kommunalen Merkblatt versah. Die städtische Botschaft: Wer knallt, soll auch kehren. Auf dem Weg zur Arbeit war jedoch festzustellen: Die amtliche Bitte verhallte, ganz im Gegensatz zu vielen Böllern, weitgehend ungehört.

Leser kommentieren den Dreck in den Straßen

Immerhin bemühte sich der Stadtdienstleister ESO. „Die Teams der Straßenreinigung werden zu Neujahr aus verschiedenen Bereichen der ESO personell unterstützt, um eine möglichst zeitnahe Beseitigung der Silvesterüberbleibsel sicherzustellen“, versprach Sprecher Oliver Gaksch. Der ESO bat jedoch schon vorher um Verständnis, „dass sich die Reinigungsintervalle aufgrund der erheblichen Verschmutzungen leicht verzögern können“.

Der städtische Appell animierte indes einige Leser unserer Homepage: „Am 1. Januar mal morgens den Besen geschwungen und die Sauerei weggemacht – das hilft auch dem dicken Kopp nach der Silvesterfeier“, schreibt ein Kickersbeobachter. Und Martina ergänzt: „Meiner Meinung nach sollten die Kosten für die Reinigung auf den Kaufpreis aufgeschlagen werden. Dann hieße es: Wer knallt, soll auch zahlen.“ Das bringt Kickersbeobachter in eine andere Richtung: „Wäre doch auch für Offenbach ein neuer Nebenerwerb in Sachen Steuern: Nach dem Wegfall der Getränkesteuer könnte man ja eine Böllersteuer erheben und für die Raketscher in der Luft ja noch eine Luftraum-Benutzungsgebühr (…) ansetzen.“ In diesem Sinne: Auf ein gutes Jahr 2010!

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