IG Metall: Hessen soll „manroland“ stärker unterstützen

Offenbach/Wiesbaden - Stärkeres Engagement zur Rettung von „manroland“ fordert die IG Metall von der hessischen Landesregierung. Die Gewerkschaft beklagt mangelde Initiative seitens der Politik.

Die IG Metall hat von der hessischen Landesregierung ein stärkeres Engagement zur Rettung des insolventen Druckmaschinenherstellers „manroland“ verlangt. Bislang sei in Bayern und Sachsen mehr politische Initiative zu erkennen als in Hessen, kritisierte die Erste Bevollmächtigte der IG Metall in Offenbach, Marita Weber, am Mittwoch nach einem Gespräch im Wiesbadener Wirtschaftsministerium. „Das Unternehmen braucht gegebenenfalls kurzfristig finanzielle Unterstützung, wenn das Insolvenzgeld im Januar ausläuft und noch kein neuer Investor gefunden ist.“

Der IG-Metall Bezirksvorsitzende Armin Schild sieht Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wie auch Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) in der Pflicht: „Ohne finanzielle Unterstützung in Form von Bürgschaften oder Krediten werden Fortführungskonzepte ausgesprochen schwierig.“

Alles zur Krise des Unternehmens „manroland“ lesen Sie im Stadtgespräch

Die Gewerkschaft rechnet damit, dass an allen drei deutschen Standorten Augsburg, Offenbach und Plauen Arbeitsplätze verloren gehen. Die Beschäftigten müssten mit Hilfe von Transfergesellschaften weiterqualifiziert werden. Der finanzielle Grundstock dafür ist bereits über die Alteigentümer Allianz und MAN gesichert. Für den kommenden Freitag (13. Januar) rief die Gewerkschaft zu einem Aktionstag vor dem hessischen Landtag in Wiesbaden auf.

dpa

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