Inspektion in der Tiefe

+
Die Rohre mit einem Innendurchmesser von zwei Metern sind in einem speziellen Verfahren unter die Erde gebracht worden.

Offenbach (tk) ‐ Die Rohrverlegung für den neuen Kanal zwischen dem Bieberer Feld und dem Lohwald ist vollendet. Knapp anderthalb Kilometer Röhren sind in Richtung des neuen Wohngebiets An den Eichen verlegt.

Nun überzeugten sich die Fachleute des beauftragenden Stadtdienstleisters ESO und der beauftragten Firma vom gelungenen Werk: Sechs Meter unter der Erde war ein Inspektionsgang möglich - dort wo künftig das Abwasser des Stadtteils über ein natürliches Gefälle bis zum Anschluss ans Offenbacher Kanalnetz rauschen wird. Bislang wird die Brühe über eine Druckrohrleitung zum Schneckenberg - in Höhe der EVO Türme - gepumpt und von dort aus in die städtische Kanalisation geleitet.

Die Kanal-Inspektion in Bildern:

Kanal-Inspektion in Offenbach

Nun müssen noch Schächte angeschlossen und technische Vorrichtungen eingebaut werden. Die Inbetriebnahme des Kanalstücks ist für Juni dieses Jahres vorgesehen.

Die Rohre mit einem Innendurchmesser von zwei Metern sind in einem speziellen Verfahren unter die Erde gebracht worden. Das angrenzende Naturschutzgebiet sollte so wenig wie möglich unter der Baumaßnahme leiden.

Es mussten eigentlich nur zwei Einlasslöcher gegraben werden für eine überdimensionale Maschine gegraben werden. In sechs bis zehn Metern Tiefe arbeitete sich seit 2009 ein Risenbohrer - das Gerät hat einen bemannten Bohrkopf und wird von externen Schwunggeneratoren angetrieben - durch die Erde.

Pro Tag wurden so zwischen zehn und 15 Meter Tunnel geschaffen. Anschließend wurden die aus Glasfaser bestehenden Rohre stückweise eingebaut und maschinell nachgeschoben. Die Kosten belaufen sich auf rund acht Millionen Euro.

Kommentare