Frauen sind der Schlüssel

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Ein echter Hingucker im Verwaltungsbau: Die Schneidermeisterin Yasemin Sönmez, die ihr „Maßatelier 1001 Naht“ in Offenbach betreibt, präsentierte eine kleine Modenschau.

Offenbach ‐ Die Offenbacher feiern ihre Vielfalt: Mit rund 50 Veranstaltungen zeigen 73 Organisationen und Initiativen während der Interkulturellen Wochen die Bandbreite des von zahlreichen Zuwanderern geprägten öffentlichen Lebens in Offenbach. Von Denis Düttmann

Da gibt es ein deutsch-englisches Kindertheater und Klezmer-Musik, eine deutsch-türkische Rocknacht und einen Tag der offenen Tür bei den Aleviten. Bürgermeisterin Birgit Simon eröffnete die 13. Auflage im Rathaus.

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stand die interkulturelle Frauenarbeit in Offenbach. „Frauen sind der Dreh- und Angelpunkt für eine erfolgreiche Integration ihrer Familien in die Gesellschaft“, sagte Simon. „Sie sind die Brücke zwischen den eigenen vier Wänden und der Welt draußen.“  Verwaltung, Organisationen und Vereine seien aufgerufen, die Frauen bei dieser Aufgabe zu unterstützen. Aber Migrantinnen müssten sich auch selbst stärker ins öffentliche Leben einbringen. „Ich wünsche mir viele Frauen – gerade mit Migrationshintergrund – als Akteurinnen des politischen und gesellschaftlichen Lebens.“

Weitere Informationen gibt‘s auf der Internetseite der Stadt.

Barbara Temiztürk stellte mit ihren Kolleginnen die Interkulturelle Frauenarbeit der Volkshochschule vor. Unter dem Motto „Von der Begegnung zur Bildung“ baue die Vhs eine Brücke aus Sprache und helfe Migrantinnen bei der Orientierung in ihrer neuen Heimat. Im vergangenen Jahr schrieben sich 2 600 Ausländer für Integrationskurse ein – davon 60 Prozent Frauen. Etwa 120 Teilnehmerinnen besuchen regelmäßig die zehn Deutschkurse an Offenbacher Grundschulen.

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