Stadt auf vorletztem Platz in Deutschland

Jeder fünfte Offenbacher überschuldet

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Offenbach - Die Stadt Offenbach hat die zweithöchste Schuldnerquote bundesweit. Fast jeder fünfte Bürger ist nicht mehr in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen in absehbarer Zeit nachzukommen.

Wie aus dem „Schuldneratlas 2013“ der Wirtschaftsauskunftei Creditrefom hervorgeht, können exakt 18,61 Prozent der Offenbacher ihre Schulden unter realistischen Gesichtspunkten betrachtet nicht mehr bezahlen. Noch schlechter schnitt nur Bremerhaven (19,84) ab. Der Schuldneratlas umfasst 402 Städte und Landkreise und wird jährlich von der Auskunftei erstellt, die Unternehmen vor dem Ausfall von Forderungen bewahren will.

Im Vergleich zu 2012 stieg die Schuldnerquote in Offenbach nochmal um 1,32 Prozent. Seit Beginn der Analysen 2003 rangiert die Stadt unter den zehn Letzten. 2007 waren gar 20,91 Prozent hoffnungslos überschuldet, 2009 sah es mit 16,03 Prozent etwas besser aus.

Entwicklung bei den Insolvenzen

Anders ist die Entwicklung bei den Insolvenzen: Hier gab es laut Creditreform bei Firmen wie Privatleuten bis Ende September in Offenbach im Vergleich zum Vorjahr weniger Anträge auf Insolvenzeröffnung. Der Kreis Offenbach steht dem Schuldneratlas zufolge mit 9,06 Prozent überschuldeten Bürgern viel besser als die Stadt da. Im Kreis Darmstadt-Dieburg beträgt die Schuldnerquote 8,31, in Frankfurt 11,04 Prozent.

Der Bundesdurchschnitt liegt bei 9,81 Prozent. 6,58 Millionen Deutsche haben also ein ernstes finanzielles Problem. Bei Schulden von 33 000 Euro pro Kopf beträgt der Schuldenberg 221 Milliarden Euro. Die Ursachen der Überschuldung sind der Creditreform zufolge neben überzogenen Konsumausgaben auch eine steigende Belastung mit Fixkosten.

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re/al

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