Jugendfeuerwehr mit Jahreshauptversammlung

Spiel, Sport und Brandschutz

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Diese Jungfeuerwehrleute sind stolz auf ihre neuen Abzeichen: Philippe Albinus, Chris-Luca Allendorf, Sven Del Coso Peter, Fabian Georg, Chiara Schultz und Jan Suchy freuen sich über die Jugendflamme Stufe eins, Dennis Michel über das der Stufe zwei. Sebastian Irgel (links) erhielt die Pigelschnalle in Gold und Christian Ludwig (2. v.l.) die Silbervariante. Mit ihnen freuen sich die erwachsenenen Wehrleute Uwe Sauer, Michael Eiblmeier, Klaus Werner, Walter Füssel und Alexander Habicht.

Offenbach - Die Offenbacher Jugendfeuerwehr braucht mehr Nachwuchs, darin sind sich die Wehrleute einig. Vorschläge dafür diskutierten sie bei ihrer Jahreshauptversammlung in Rumpenheim. Auch Auszeichnungen haben sich die jungen Ehrenamtlichen verdient. Von Harald H. Richter 

Das notwendige Feuerwehrwissen hat er auf dem Gebiet der Fahrzeug-und Gerätekunde erfolgreich nachgewiesen und beherrscht die Techniken in der Jugendwehr – zur Belohnung ziert nun die Jugendflamme der Stufe zwei die blaue Jacke von Dennis Michel. Seit seinem zehnten Lebensjahr ist der Lauterborner Mitglied der Jugendfeuerwehr Offenbach. Weil er anderen helfen wollte, ging er zur freiwilligen Brandschutz. „Außerdem gefällt mir der Einsatz im Team“, unterstreicht der 17-Jährige, denn bei seinem Ehrenamt muss sich einer auf den anderen verlassen können.

Auch sein Kamerad Fabian Woggon erhält den gehobenen Ausbildungsnachweis. Sechs weitere Jugendfeuerwehrmitglieder werden für das Erreichen der ersten Prüfungsstufe ausgezeichnet.

Neben den Ehrungen stehen der Rechenschaftsbericht von Stadtjugendfeuerwehrwart Sebastian Irgel, die Finanzlage und der Punkt Wahlen auf dem Programm der Jahreshauptversammlung im Gerätehaus Rumpenheim. „Alles wie bei den Erwachsenen“, betont Uwe Sauer, Chef der Berufsfeuerwehr Offenbach, „nur nicht ganz so zeitaufwendig.“

Irgels einstimmige Wiederwahl wird als überzeugender Vertrauensbeweis gewertet. Ihm stehen fortan zwei Stellvertreter zur Seite: Alexander Habicht und Walter Füssel, beide keine Unbekannten und mit Jugendarbeit bestens vertraut. Dazu wählen die jungen Wehrleute Dennis Michel zum ihrem Jungensprecher, während Chiara Marie Schultz die Interessen der Mädchen vertreten soll.

Aktuell gehören 22 Kinder und Jugendliche zum Brandschutznachwuchs in der Stadt. „Vergangenes Jahr sind zwei Mitglieder in die Einsatzabteilungen unserer Freiwilligen Wehren gewechselt“, berichtet Irgel. Ihm ist es besonders wichtig, mehr junge Menschen für die gemeinsame Idee zu begeistern.

Auch Berufs-Feuerwehrmann Sauer ermuntert die versammelten jungen Leute dazu, Gleichaltrige in Schule und Nachbarschaft anzusprechen „oder sie einfach mal zu euren wöchentlichen Treffen mitzunehmen“ – immer dienstags im Gerätehaus an der Rumpenheimer Schlossgasse. Neben feuerwehrtechnischen Kenntnissen in Theorie und Praxis gehören Sport, Spiel und der Spaßfaktor zum Programm. Ferienfreizeiten und Wettbewerbe ergänzen das von Gruppenleitern und Betreuern entwickelte Angebot für Zehn- bis 18-Jährige. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einzuladen und mit ihnen Zeit zu verbringen, könne für beide Seiten bereichernd sein, schlägt Sauer zudem vor.

Bilder: Brand in Arthur-Zitscher-Straße

Dass auf übergeordneter Ebene einiges getan wird, um Nachwuchs für die Wehren zu generieren, unterstreicht Markus Sattler vom Landesjugendfeuerwehrverband. Hessenweit wurde eine Werbekampagne gestartet und ein neues Ausbildungszentrum für den Brandschutznachwuchs in Marburg-Cappel ist geplant. „Spätestens 2019 soll es bezugsbereit sein, so dass auch ihr dort an Veranstaltungen teilnehmen könnt.“ Zeitlich näher liegt für die jungen Offenbacher Wehrleute der Kreisjugendfeuerwehrtag vom 11. bis 13. Juni in Rödermark-Urberach, an dem sie teilnehmen.

Zum Schluss der Versammlung dürfen sich einige Wehrleute über Ehrungen freuen: Für herausragende Verdienste um das Jugendfeuerwehrwesen wird Sebastian Irgel mit der Pigel-Schnalle in Gold ausgezeichnet. Christian Ludwig bekommt die Auszeichnung in Silber ans Revers geheftet. Es sind äußere Zeichen der Wertschätzung für den aus innerer Überzeugung heraus gelebten Dienst am Nächsten der beiden jungen Wehrmänner.

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