Fortbildung „Fairplayer.Manual“

Kampf dem Mobbing

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Gespannt auf das Präventionsprojekt (von links): Stefan Mohr, Vorsitzender Förderverein Sicheres Offenbach, Michaela von der Nahmer, AOK Hessen, Stephan Warncke, Koordinator Fairplayer – Freie Universität Berlin, Stadtrat Felix Schwenke und Frank Weber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamts.  

Offenbach - Das „Fairplayer. Manual“-Projekt kommt nach Hessen. Das Präventionsprogramm ist ein an der Freien Universität Berlin entwickeltes und wissenschaftlich evaluiertes Projekt, das sich an Lehrer in ganz Deutschland richtet.

Förderer sind unter anderen die Deutsche Bahn-Stiftung sowie die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK). Ziel des Programms ist, Mobbing unter Schülern wirksamer zu verhindern und sie zu mehr Zivilcourage zu bewegen. Nun werden auch in Offenbach 26 Lehrer aus weiterführenden Schulen zu sogenannten Fairplayer-Multiplikatoren entwickelt. Innerhalb von vier intensiven Fortbildungstagen lernen die Teilnehmer interaktiv das Programm und die damit verbundenen einzelnen Schritte als strukturierte Maßnahme kennen. Im kommenden Schuljahr sollen die Lehrer das Gelernte im Unterricht anwenden.

Das Angebot ist für Schul- und Ordnungsdezernent Felix Schwenke ein wichtiger Baustein der kommunalen Präventionsarbeit. Maßgeblich daran beteiligt sind neben dem Engagement der Schulen auch die AOK Hessen und der Förderverein Sicheres Offenbach. Schwenke sagt: „Die Offenbacher Schulen engagieren sich seit Jahren in der Präventionsarbeit. Im Hinblick auf die unterschiedlichen und anspruchsvollen Herausforderungen, denen sich Lehrkräfte in Hessen stellen müssen, ist die große Resonanz für die Teilnahme an der Fairplayer-Fortbildung überwältigend.“

Frank Weber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes und Koordinator der kommunalen Präventionsarbeit, erläutert: „Unser Anliegen ist eine nachhaltige und wirkungsvolle Präventionsarbeit an allen Offenbacher Schulen, die auch das Schulklima fördert und den Unterricht erleichtert. Die Freie Universität Berlin ist dafür ein starker Partner.“

Weitere Informationen zum Programm gibt es unter www.fairplayer.de oder www.fairplayer-fortbildung.de

Der Offenbacher Präventionsrat warb mit Unterstützung von Stadtrat Schwenke und dem Staatlichen Schulamt intensiv für eine Beteiligung der weiterführenden Schulen und bemühte sich um Sponsoren, die den anfallenden Eigenkostenanteil für die Schulen übernehmen. Stefan Mohr, Amtsgerichtspräsident und neuer Vorsitzender des Fördervereins Sicheres Offenbach, betont: „Gewaltprävention an Schulen ist dem Förderverein seit Jahren ein zentrales Anliegen. Jeder hier investierte Euro kommt nicht nur den Schulen, sondern auch der Gesellschaft zu Gute.“

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Unterstützung bekommt die Stadt bei der Implementierung von „Fairplayer.Manual“ auch vom Deutschen Forum für Kriminalprävention (DFK) in Bonn. Christine Liermann: „Das Programm ist sehr strukturiert und daher für Lehrer nach relativ kurzer Fortbildungsphase anwendbar. Es berücksichtigt den aktuellen Stand der Präventionsforschung, zielt auf Mobbing als das häufigste Gewaltproblem in Schulen ab und will zu grundlegenden Veränderungen führen.“ Das Programm stärke das soziale Verhalten insgesamt und könne das Schulklima deutlich verbessern.

Lokaler Ansprechpartner ist Frank Weber von der Geschäftsstelle kommunale Prävention, erreichbar unter 069/8065-2328 oder per E-Mail an frank.weber@offenbach.de.

(san)

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