Kampfmittelräumung an Beethovenschule

Die Kosten wurden viel zu niedrig angesetzt

+

Offenbach - Die Kampfmittelräumung des städtischen Areals südlich des Schulhofs der Beethovenschule wird sich um mehrere Monate verzögern und steht zudem unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Regierungspräsidenten.

Nach Angaben von Oberbürgermeister Horst Schneider sind für die Verzögerung die Vorgaben des Vergaberechts verantwortlich. „Die Höhe des Auftragsvolumens macht eine Ausschreibung verpflichtend, doch momentan sind zwei Vorgaben nicht einzuhalten“, so Schneider: Vor der Ausschreibung müssten zum einen verbindlich die absehbaren Kosten im Haushalt verankert sein; zum anderen sei die Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde erforderlich.

Wie der OB weiter ausführt, liegen die für die Räumung vorgesehenen und beschlossenen Kosten von 100.000 Euro deutlich unter dem, was wohl tatsächlich zu erwarten ist. „Nach Angaben der Firmen sind allein für die Kampfmittelsondierung inklusive Entsorgung des Kriegsschutts 160.000 Euro zu veranschlagen – ohne baumschonende Vorgehensweise oder die erforderliche Rasenaussaat.“

Mittel erst im Nachtragshaushalt

Laut Schneider können die Mittel erst im Nachtragshaushalt im letzten Quartal 2013 zur Verfügung gestellt werden. Danach müsse der Regierungspräsident in Darmstadt als Aufsichtsbehörde die Genehmigung erteilen.

Ein 2200 Quadratmeter großes Areal südöstlich des derzeitigen Schulhofs ist inzwischen von Kampfmitteln freigeräumt und soll ab dem nächsten Schuljahr dem Schulhof als zusätzliche Fläche zugeschlagen werden. Auf diesem Teilstück war die Kampfmittelsondierung relativ einfach und kostengünstig, da die Bäume dort auf gewachsenem Boden ohne Kriegsschutt stehen. „In der derzeit noch nicht frei gegebenen westlichen Teilfläche sieht das leider anders aus, und wir haben eine viel schwierigere Ausgangslage“, sagt Schneider.

mad

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare