Eine zeitliche Fehlplanung?

Kanalbau und Sperrungen engen Autofahrer ein

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Kreuzung Karl- / Bismarckstraße ist ab Montag dicht. Um Verkehrsinfarkt zu verhindern, öffnet die Bahn ihre Dauerbaustelle.    Auweia... Schöne neue Verkehrswelt in der Bismarckstraße - glücklicherweise in der Ferienwelt! Ab Montag ist dennoch  erhöhte Vorsicht geboten und das Quartier rund um Wilhelmsplatz  und Finanzbehörde am besten weiträumig zu umfahren. Grund:  An der Kreuzung Bismarck- / Karlstraße saniert der ESO den  Kanal. Zur Entlastung öffnet  die Bahn ihre dauerhaft ruhende  Baustelle an der Überführung Wilhelmstraße. (Bild vergrößern

Offenbach - Die Bahn öffnet die Wilhelmstraße. Jetzt bloß keinen Jubel! Es ist lediglich ein zeitlich begrenztes Provisorium.  Damit will die Stadt verhindern, dass der Verkehr rund um Wilhelmsplatz und Finanzamt endgültig zusammenbricht.

Denn der Stadtbetrieb ESO muss dringende Kanalarbeiten an der Ecke Karl-/Bismarckstraße vornehmen. Eine zeitliche Fehlplanung? Nun, die Bahn wollte nach bereits korrigierten Zeitplan eigentlich im Juli unter der Bahnüberführung fertig sein.

Ab Montag, 18. August, beginnen Firmen an der Karlstraße mit einer zentralen Arbeit. Nach dem Austausch alter Abwasserrohre zwischen Berliner- und Bismarckstraße wird nun das Verbindungsstück unter der Kreuzung gesetzt. Die wird für gut drei Wochen komplett gesperrt. Die Verkehrsführung erfolgt gemäß Beschilderung. Da ist erhöhte Vorsicht geboten: So wird die Einbahnstraßenregelung in der Bismarckstraße teilweise aufgehoben.

Betroffen sind aber nicht allein Autofahrer. Durch die Vollsperrung kann die OVB-Linie 102 einige Haltestellen nicht anfahren – jeweils in Fahrtrichtung Goethering sind das die Stationen „Kasernenstraße“, „Karlstraße“ und „Bahnüberführung“. Sie entfallen während der Bauzeit. Die Busse biegen ab Haltepunkt „Hebestraße“ rechts in die Bieberer Straße und fahren geradeaus zur Haltestelle „Finanzamt“ und dann links über die Berliner Straße zur Haltestelle „Marktplatz“. Im Anschluss bedienen die Busse die Haltestelle „Hauptbahnhof“ und nehmen ab dort den bekannten Linienweg.

Der Austausch des Kanals in der Karlstraße war notwendig, da die rund 100 Jahre alten Rohre Schäden aufweisen. Auch war die dortige Kanalisation nicht mehr zeitgemäß und wurde im Zuge des Austauschs den sich über die Jahre veränderten Bedingungen, etwa durch dichtere Bebauung, angepasst. Heißt: Der ESO vergrößerte den Innendurchmesser von 35 auf 100 Zentimeter.

mk

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