Suche bleibt erfolglos

Person im Main: Kapitän hat sich wohl getäuscht

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Bei der Feuerwehr klappt die interkommunale Zusammenarbeit gestern perfekt. Die Offenbacher und die Frankfurter Wasserrettung (hinten) suchten gemeinsam das Mainufer ab.

Offenbach - Letztlich entpuppte es sich als Fehlalarm – zum Glück. Als ein Kapitän gestern Mittag via Funk dem Schleusenteam in Offenbach eine „hilflose Person im Main“ meldete, hörte sich das zunächst viel dramatischer an.

Sowohl Offenbacher als Frankfurter Feuerwehr starteten eine koordinierte Suche. In Höhe des Bürgeler Reichstages in Bürgel hatte der Schiffsführer gegen 11.30 Uhr eine „treibende Person“ wahrgenommen. „Die intensive und weiträumige Suche blieb ergebnislos, so dass mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Täuschung ausgegangen werden kann“, berichtet Einsatzleiter Klaus Grimm. Mit vier Booten kontrollierten der lokale Wasserrettungszug – der bekanntlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Rumpenheim integriert ist – sowie die „Wasserrettungskomponente“ der Berufsfeuerwehr Frankfurt auf beiden Mainseiten das Ufer.

Gut, dass die Rumpenheimer Freiwilligen nicht lediglich mit drei Mann für die Bootsbesatzung ausgerückt waren. Denn noch während der Personensuche am Main löste eine automatische Brandmeldeanlage im Stadtgebiet aus – und zwar im Fußballstadion. Die noch auf der Wache befindlichen Kräfte der Berufsfeuerwehr und „eine schlagkräftige und schnell verfügbare Einsatzstaffel der Rumpenheimer“, so Feuerwehrchef Uwe Sauer, fuhren zeitgleich den Bieberer Berg an. Ansonsten hätte die Leitstelle wohl Kräfte aus dem Kreis anfordern müssen...

Feuerwehr hievt Auto aus dem Main

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Im (geräumten) Stadion stellten die Wehrleute indes schnell fest, dass in der Küche ein Brandmelder ausgelöst hatte – letztlich war eine große Wolke Wasserdampf dafür verantwortlich. „Auch bei diesem Einsatz kam es weder zu Verletzten noch zu einem Schaden“, resümierte Sauer. Beteiligt bis etwa 13 Uhr waren zwanzig Berufsfeuer-, zehn freiwillige Feuerwehrleute und zwei Rettungsdienste aus Offenbach. Hinzu kamen die Kollegen aus Frankfurt, Wasserschutzpolizei sowie Wasser- u. Schifffahrtsamt.

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(mk)

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