GEW distanziert sich von Lohnforderung

Kein A13-Gehalt für Erzieher

Offenbach - 500 Millionen Euro pro Jahr mehr für die Bildung – diese Summe hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bei ihrer Kundgebung vergangene Woche auf dem Stadthof in Offenbach gefordert.

Mit diesem zusätzlichen Geld soll auch das Gehalt von Lehrern – insbesondere der Pädagogen an Grundschulen angehoben werden. Ruth Storn aus dem Vorstand der GEW Offenbach-Land konkretisiert, wie diese Summe auf verschiedene Bildungssektoren verteilt werden soll und stellt klar, dass die Bezahlung von Lehrern und Erziehern getrennt betrachtet werden muss. In einem weiteren Schreiben distanziert sich Storn von der Forderung, die ein anderes GEW-Mitglied auf dem Stadthof aufgestellt hat, dass auch Erzieher – wie Lehrer – nach der Besoldungsstufe A13 bezahlt werden sollten.

Storn selbst hatte lediglich davon gesprochen, dass alle Lehrer mindestens A13 verdienen sollten. Diese Forderung fällt zusammen mit der GEW-Rechnung, dass das Land Hessen von den 500 Millionen Euro zusätzlich rund 185 Millionen Euro für den schulischen Bereich aufwenden soll. Mit dieser Summe soll nicht die Lehrer-Besoldung angehoben werden, sondern auch ermöglicht werden, dass die Pflichtstundenzahl spürbar gesenkt werden kann.

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Für die Erzieher an Kitas fordert die GEW eine Verbesserung des Personalschlüssels mit einer Zielmarke von 1:8 im Bereich der 3-6-Jährigen und 1:3 im U3-Bereich und eine maximale Gruppengröße von 20 im Ü3 und zehn Kindern in U3-Gruppen. Um das notwendige Personal dafür zu gewinnen müssen sich die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen verbessern, etwa durch eine Vergütung der gesamten Ausbildungszeit und eine bessere Bezahlung der Fachkräfte. (stm)

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