Kein Geld für großen Wurf

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Bei der Nominierung für die Leichtathletik-EM scheitert Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch an einer Leistungsvorgabe.

Offenbach ‐   Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch ist lokaler Vorzeigesportler. Bitter für den 25-jährigen: Der Verband nominierte den Offenbacher nicht für die Leichtathletik-Europameisterschaften. Von Martin Kuhn

Behrenbruch scheiterte, für den Laien nicht ganz durchschaubar, an einer Leistungsvorgabe. Mit ganz anderen Hürden kämpfen die übrigen Offenbacher Leichtathleten. Jürgen Wigidal, Vorsitzender der LG Offenbach, sagt sogar: „Für die Leichtathletik wird seit Jahrzehnten kein Cent ausgegeben; für andere Sportarten derzeit Millionen.“ Mit dem Neubau des Sportzentrums am Wiener Ring wird in seinen Augen endgültig eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geschaffen.

Sportvereine erster und zweiter Klasse?

„Nein.“ Sportbüroleiter Jürgen Weil schüttelt energisch den Kopf. Sportvereine erster und zweiter Klasse? So etwas gebe es in Offenbach nicht. „Wir unterstützen alle Vereine“, sagt er und schränkt ein: „So weit es in unseren Kräften liegt.“ Ganz aktuell bündelt die Kommune, oder genauer: die Sport und Freizeit GmbH Offenbach (SFO) als Konzerntochter, ihre finanziellen Kräfte am Wiener Ring. Für fünf Millionen Euro entstehen auf der zwölf Hektar großen Fläche des ehemaligen Tambourbades vier neue Rasenplätze – zwei davon als Kunstrasenplatz mit Flutlichtanlage –, Umkleideräume und ein Vereinsheim.

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