Kein öffentliches Schwimmbad im Winter

Gut über Wasser gehalten

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Kleinod auf der Rosenhöhe: Der Blick von oben zeigt, dass das Waldschwimmbad seinen Namen zu Recht trägt.

Offenbach - Nach einer durchwachsenen Freibadsaison beginnt auf der Rosenhöhe am nächsten Montag eine neue Zeitrechnung: Erstmals wird die Stadt Offenbach über kein öffentliches Schwimmbad mehr verfügen. Von Matthias Dahmer

Wie berichtet, dürfen in der Wintersaison – dem städtischen Sparzwang ist es geschuldet – nur noch Mitglieder des Badbetreibers EOSC, die Schulen und Miete zahlende Fremdvereine ins Wasser. Die Öffentlichkeit, bedauert EOSC-Chef Matthias Wörner, muss leider draußenbleiben. Das hat schon jetzt zur Folge, dass die Zahl der Mitglieder kontinuierlich steigt. Aktuell sind es um die 2 700, die dem Verein angehören.

Der Bitte von Badegästen, die bislang jeweils Eintritt gezahlt haben, bezüglich einer „Wintermitgliedschaft“ könne der Verein wegen des zu großen Verwaltungsaufwandes nicht entsprechen, bedauert Wörner. Gleiches gelte für die Rückgabe von nicht aufgebrauchten Zehnerkarten. Wörner versichert: „Die haben auch in der nächsten Sommersaison noch ihre Gültigkeit.“

Security-Personal hat geholfen

Beim Blick zurück auf 2013 kann Wörner eine unter den gegebenen Umständen zufriedenstellende Bilanz ziehen: Insgesamt rund 88.500 Besucher tummelten sich von Januar bis August im Bad, 36.600 davon waren zahlende Gäste, der Rest Vereinsmitglieder. Das waren zwar weniger Zahlende als 2012, als mehr als 42.000 Leute im Waldschwimmbad gezählt wurden. Doch wegen der Erhöhung des Eintrittspreises seien unterm Strich die Einnahmen gestiegen.

Positiv habe sich in den Sommermonaten die Anwesenheit von Sicherheitspersonal bemerkbar gemacht, berichtet der Vorsitzende weiter. In Spitzenzeiten hätten bis zu acht Wachleute das knapp bemessene Badpersonal unterstützt. Die Security-Kosten von zirka 15.000 Euro hat die Stadt ebenso übernommen wie die etwa 60.000 Euro für die Sanierung des 25-Meter-Beckens.

Derzeit laufen beim EOSC die Planungen für die Sanierung der maroden Sanitäranlagen, wobei das Badpersonal möglichst viel in Eigenregie machen wird. Schon jetzt ist man dabei, erste Außenarbeiten zu erledigen. Details zu Fahrplan und Konzept, sagt Wörner, würden noch mit der Stadt abgestimmt. Direkt nach dem letzten öffentlichen Badetag am Sonntag geht es in der nächsten Woche mit den Umbauarbeiten für die Hallensaison los, die erfahrungsgemäß zwei bis drei Wochen später beginnen kann. Den genauen Termin will der EOSC noch bekannt geben. In dieser Übergangszeit steht den Vereinsmitgliedern aber noch das kleine Freiluft-Becken zur Verfügung. Es ist montags bis freitags von 6 bis 15 Uhr sowie samstags und sonntags von 8 bis 15 Uhr geöffnet.

Schwimmer des EOSC Offenbach erfolgreich

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