Kein Zuschuss

SOH-Geld an OFC nicht für Stadion-Miete gedacht

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2009 wurde beschlossen, das Stadion am Bieberer Berg zu erweitern. Die Stadt zahlte für den Umbau zehn Millionen Euro, die Ausgaben sollen sich durch Mieteinnahmen refinanzieren. 

Offenbach - Kein städtisch finanziertes Stadion für die Kickers, hieß es immer aus dem Rathaus. Diese Meinung galt auch schon 2009, als der 25 Millionen teure Umbau der Fußball-Arena am Bieberer Berg beschlossen wurde.

Trotzdem griff die Stadt dem OFC damals unter die Arme, gab zehn Millionen Euro für den Umbau dazu und will sich die Kosten durch die Vermietung des Stadions an die Kickers nach und nach zurückholen. 450.000 Euro jährlich zahlte der OFC zunächst an die neu gegründete städtischen Stadiongesellschaft Bieberer Berg (SBB), eine Tochter der Stadtwerke Holding (SOH). Nach der Kickers-Insolvenz 2013 wurden die Mietkosten deutlich gesenkt. Was der OFC derzeit an die SBB zahlt, ist nicht bekannt. Oberbürgermeister Felix Schwenke lässt nur verlauten, dass „die Höhe der Miete gemessen am Wert des Stadions zu niedrig ist“. Dennoch verlängerte die Stadt vor rund drei Wochen den Mietvertrag bis 30. Juni 2020 zu den gleichen Konditionen wie in den Jahren zuvor. Hier kam die Stadt den Kickers entgegen, damit der Spielbetrieb weiter aufrechterhalten werden kann – und so gewährleistet ist, dass überhaupt Miete fließt.

Kein Entgegenkommen ans Stadion soll hingegen der neue Sponsoring-Vertrag zwischen der Stadt und dem OFC sein. Wie gestern berichtet, wird die SOH zwei Jahre lang Top-Partner des Regionalligisten. Dem Vernehmen nach soll das städtische Unternehmen 100.000 Euro pro Saison an die Kickers zahlen. Der städtische Zuschuss ist aber nicht dafür gedacht, um einen Weg zu finden, um die Miete des Stadions zu senken. „Die Kosten sind davon nicht beeinflusst“, sagt Schwenke. Vielmehr handele es sich um ein gegenseitiges Geben und Nehmen. „OFC und Stadt unterstützen sich hier wechselseitig“, so der OB.

Während die Unterstützung der Stadt bei dem neuen Sponsoring-Vertrag finanzieller Natur ist, sollen die Kickers als Gegenleistung das Image Offenbachs aufpolieren und als Botschafter für die SOH dienen. (stm)

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