Keine Gnade für den Koksdealer

Offenbach (kat) - Zwei Jahre und sechs Monate Gefängnisstrafe – das war das erschütternde Ergebnis für einen 34-jährigen Familienvater.

Der Mann, der, nach eigenen Angaben, lange Zeit eine Postfiliale in Frankfurt leitete und seit seinem 18. Lebensjahr Kokain konsumiert, konnte eines Tages seinen Bedarf an dieser Droge durch legale Einnahmequellen nicht mehr decken. Er baute einen florierenden Kokainhandel auf. Zuletzt hatte er zirka 30 Abnehmer.

Sein Gehalt von 1800 Euro netto aus einer legalen Tätigkeit als Verkäufer verwendete er zur Finanzierung von Wohnungseigentum. Für seine Nachbarn war er ein freundlicher Mitbürger. Der Mann bezog sein Kokain von einem Mann aus Neu-Isenburg und verkaufte es mit Gewinn an Kunden in Offenbach und Umgebung. Die Polizei kam ihm auf die Spur, weil sie gerade das Handy des Isenburgers überwachte und beim Abhören der Gespräche bemerkte, dass er sich regelmäßig mit dem Angeklagten traf.

Beim Abholen von Kokain festgenommen

Als die Ermittler ihn beim Abholen von 50 Gramm Kokain im November 2010 festnahmen, musste der Mann zugeben, dass er bis dahin mindestens 400 Gramm hochwertiges Kokain bezogen hatte. Weiterhin hatte er von einem anderen Mann noch etwa 100 Gramm Kokain angekauft.

Vor dem Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Manfred Beck bat der Mann um eine Bewährungsstrafe. Das Gericht versagte ihm dies und folgte dem Antrag der Oberstaatsanwältin Eveline Teufert-Schwind. Richter Beck wies den Mann darauf hin, dass er viele Leute in die Sucht hineingezogen habe, nur um seinen Profit zu machen.

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