Kampf um Pferdekoppel geht weiter

„Keine Lösung nach Paragraph“

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Koppel-Kämpferin Sabine Cinner überreichte Bürgermeister Peter Schneider Symbole des Widerstands gegen die Räumung.

Bieber - Nächste Runde im Kampf um die Erhaltung der Pferdekoppel an der Obermühle: Bei der Bürgerfragestunde vor der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planen und Bauen überreichte Sabine Cinner einige symbolträchtige Geschenke an Bürgermeister Peter Schneider.

Eine Collage in Plakatgröße von der Foto-Aktion, die sie im Dezember ausgerichtet hat, zwei selbstgemachte Kalender mit Pferde- und Katzenbildern von der „Bieber-Ranch“ sowie Unterschriftenlisten. Insgesamt sammelten die Koppel-Kämpfer in den vergangenen Monaten 1085 Signaturen für die Erhaltung des beliebten Bieberer Ausflugsziels, das von der Stadt wegen „rechtswidriger“ Nutzung geräumt werden soll.

„Mit dieser Geste möchten wir zeigen, was sich die Bürger wünschen“, sagte Cinner. „Die vornehmste Aufgabe der Politik ist es, diese Wünsche ernst zu nehmen. Die Stadt kann räumen, sie hat dazu rechtlich alle Möglichkeiten. Sie muss aber nicht – es sei denn, sie will.“

„Die Verantwortlichen könnten Fingerspitzengefühl zeigen“

Die Protest-Initiatorin hofft, dass diese Sache nicht aus Prinzip geregelt wird. „Die Verantwortlichen könnten Fingerspitzengefühl zeigen.“ Cinners Ziel ist, einen Konsens zu finden, mit dem alle leben können. „Lassen Sie uns gemeinsam an einem Tisch darüber sprechen, konstruktiv und nicht rein nach Paragraphen“, appellierte sie an Schneider.

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Dieser versprach ihr, die Geschenke und das Anliegen an den Oberbürgermeister weiterzuleiten, der Kopf des zuständigen Dezernats I ist. „Es gibt Bescheide, die sehr eindeutig sind“, warnte er die Anwesenden vor zu viel Optimismus. Die Ämter müssten nach Gesetz arbeiten und könnten nicht alles tun, was ihnen gefalle – „auch nicht für gute PR“. Abschließend sicherte er Cinner zu, der OB werde sich bei ihr melden. „Gespräche befürworten wir immer.“

vs

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