Lücken am Wilhelmsplatz bleiben

Keine weiteren Poller gegen Falschparker

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Zwischen Poller und Auto passt kaum noch ein Blatt. Immer wieder quetschen Besucher des Wilhelmsplatzes ihre Fahrzeuge selbst in die letzten Lücken.  

Offenbach - Wer Fahrerflucht begeht, hat nicht zwangsläufig ein anderes Auto angefahren und sich dann einfach aus dem Staub gemacht. Zu den Opfern dieser rücksichtslosen Verkehrsteilnehmer gehören auch Hilfsmittel, die den Straßenverkehr regeln sollen. Von Steffen Müller 

Zu beobachten ist das am Wilhelmsplatz. Damit klar wird, wo an dem beliebten Platz Autos abgestellt werden dürfen, sind überall schmale Poller platziert, die die Parkfläche eingrenzen. Allerdings werden die Markierungen von einigen Besuchern eher als Vorschlag denn als Vorschrift interpretiert. Und das wirkt sich auf die Poller aus. Da die Fahrzeuge in die engsten Lücken gepresst werden, kommt es bei Ein- und Ausparkmanövern immer wieder zu Kontakt mit den dünnen, schwer zu sehenden Stahlrohren. Die Konsequenz: Manche Begrenzungsstangen sind schief, andere wurden sogar komplett aus dem Boden gelöst.

Einige Bürger haben die Stadt gebeten, mehr Poller auf dem Platz aufzustellen, um das illegale Parken zwischen den Markierungen zu verhindern. Stadtplanungsdezernent Paul-Gerhard Weiß hält von dieser Idee nichts: „Ein Pollerwald ist unter stadtgestalterischen Gesichtspunkten nicht erstrebenswert.“ Für den FDP-Politiker ist durch die Begrenzungen klar erkennbar, wo geparkt werden darf. Das Problem sei, dass sich viele Leute nicht daran hielten – und das werde man auch nie komplett abstellen können.

Für Weiß sind außerdem nicht nur die Falschparker schuld an schiefen oder umgefahrenen Pollern. Auch bei Rangiervorgängen in der erlaubten Zone würden Fahrer ihre Autos an die Markierungsstäbe setzen. Der Dezernent befürwortet daher eine stärkere Präsenz vom Ordnungsamt. Es gebe bereits mehr Kontrollen, was auch schon zu Erfolgen geführt habe. Weiß: „Es spricht sich herum, dass man am Wilhelmsplatz nicht Wildwest spielen kann.“

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Außerdem setzt der Stadtplanungsdezernent auf Abschreckung. „Fahrerflucht ist ein krimineller Akt, ein strafrechtlich relevantes Verhalten. Wenn jemand erwischt wird, wird das richtig teuer.“ Je nach Höhe des Schadens kann die Strafe durchaus ein Monatsgehalt betragen.

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