Für die nächsten sieben Jahre

Stadionwurst kommt weiter von Firma Kegel-Impuls

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Die Wurst von Helmut Kegel (von links) lassen sich schmecken: Stadionchef Andreas Herzog, OFC-Geschäftsführer David Fischer, Fanprojekt-Frau Antje Hagel, Stadtwerke-Anwältin Maureen van Meerendonk, Fanprojekt-Mann Sascha Djordjevic, Fanbeauftragte Nicole Baumrucker und Stadtwerke-Sprecherin Regina Preis.

Offenbach - Ob das den OFC-Anhängern munden wird? Der alte Caterer im Stadion ist auch der neue. Doch die Firma Kegel- Impuls muss noch nacharbeiten: Geschmack und Service sollen besser werden. Von Markus Terharn 

In den Vertrag, Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung, sind Ideen aus Fan-Kreisen eingeflossen. Dies vorab: „Fischbrötchen wird’s nicht geben“, bedauert Helmut Kegel, Geschäftsführer des Unternehmens aus Schöffengrund bei Wetzlar. Der Leib-und-Magen-Wunsch vieler Fußballfreunde scheitere an Hygienevorschriften, die es nicht erlaubten, Fleisch und Fisch am selben Stand zu offerieren. Indes sind zwei Aktionskioske vorgesehen. „Kaffee, Kuchen, Donuts und Muffins“ will Kegel kredenzen. Brötchen mit Mett, Schinken oder Käse sowie Suppe und Spießbraten runden den Speisezettel ab, zunächst als Testlauf. „Es rechnet sich nicht, wenn an einem Tag nur fünf Teller Erbsensuppe über den Tresen gehen“, ist Andreas Herzog, Hausherr am Bieberer Berg, realistisch. Der Betriebsleiter der Stadiongesellschaft SBB erklärt zum Hintergrund: „Möglich sind die Veränderungen, weil wir den Cateringvertrag zum 30. Juni kündigen konnten.“ Es geht um die Wurst an der Bude, aber ebenso um den Wein für die VIP-Lounge.

Die Stadtwerke-Tochter hat sich für die europaweite Ausschreibung entschieden, um ein transparentes Verfahren zu garantieren. Herzog: „Auf die Frage nach Interessenbekundungen haben wir zehn Zuschriften erhalten.“ Was er als großen Erfolg wertet. Fünf Interessenten wurden ausgewählt und bekamen detaillierte Anforderungen zugeschickt. Die 140 Seiten Papier entwarf Herzog mit der Stadtwerke-Juristin Maureen van Meerendonk.

OFC ist für Qualitätsprüfung zuständig

Drei Bewerber gaben ein konkretes Angebot ab. Wenn die – in der Vergangenheit stark kritisierte – Firma Kegel sich über den Zuschlag freuen darf, „dann deshalb, weil sie das beste hatte“, so Herzog, der klarstellt: „Für die Überprüfung der Qualität ist der OFC zuständig.“ Der Stadionchef macht keinen Hehl daraus, dass der wirtschaftliche Faktor den Ausschlag gegeben hat. Für Stadt und Verein gelte es „zusätzliche Einnahmen zu generieren“. Über Zahlen wird Stillschweigen bewahrt, bloß das verraten: Die Unterschrift unter den auf sieben Jahre angelegten Kontrakt kostet Kegel 100.000 Euro. Zusätzlich sind SBB und OFC am Umsatz der von ihnen ausgerichteten Veranstaltungen beteiligt. Kegel kommentiert die neuen Konditionen kurz, knapp und knurrig: „In der Zweiten Liga sind wir schon...“

Teurer wird’s erst einmal nicht, verspricht der Caterer. Aber besser soll es werden. Künftig kann er die Lieferanten von Fleisch und Brötchen wählen. Fürs Personal, früher oft überfordert, hat er eine Trainingsfirma eingeschaltet. Und Kegels Mann im Kickersstadion, Matthias Nold, will die Fans stärker einbinden. Er plant einen runden Tisch im Monat zwecks Austausch.

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Damit rennt er beim Fanprojekt offene Türen ein. Das hat im Vorfeld Anhänger zur Verpflegung bei Spielen befragt und 1000 Rückläufe bekommen. Mitarbeiterin Antje Hagel: „Ein Wunsch sind Abstellmöglichkeiten für Speisen und Getränke.“ Qualität wie Angebot wurden bemängelt. Ihr ist bewusst, dass lebensmittelrechtliche Bedingungen nicht alles hergeben. Auch was das Bier betrifft, ist Kegels Einfluss begrenzt. Eins kann er aber verkünden: „Es gibt bald Weizen!“

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