Flüssiger nach dem Neubau

Offenbach ‐ Spätestens eine Stunde vor Spielbeginn war das Parkplatzangebot für das Pokalspiel Dortmund gegen Kickers Offenbach erschöpft. Aus Richtung Innenstadt staute es sich unvermeidlich auf der Bieberer Straße. Von Thomas Kirstein

Für gewaltigen Rückstau auf der Bundesstraße 448 sorgte eine erstmalige Maßnahme der Polizei: Die sperrte eine Spur zur Bieberer Straße, um Fans, die ihre Autos im Stummel geparkt hatten, einen sicheren Zugang zu gewährleisten.

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„Für die Fußgänger war das sicherlich gut“, sagte Polizeisprecher Josef Michael Rösch nach einer für die Ordnungskräfte problemlosen, weil auf den Rängen und im Umfeld ausgesprochen friedlichen Begegnung. Die Optimierung stellt eine dringende Aufgabe im Zusammenhang mit dem Neubau der Spielstätte dar.

Bei der mit Planung und künftigem Betrieb betrauten Stadtwerke-Holding-Tochter Stadion GmbH weist man auf die Zuständigkeit der Stadt hin. „Die Verkehrsinfrastruktur ist nicht Bestandteil des Planungsauftrags“, stellt SOH-Sprecherin Regina Preis klar. Also: In den 25 Millionen, für die ein 18.000-Plätze-Stadion gebaut werden darf, ist kein Euro für die Gestaltung der Straßen drin.

Der ehemalige Polizeipräsident Heinrich Bernhardt kritisierte gestern, es fehle momentan an einer klar strukturierten Verkehrskonzeption. Die müsse Planung und Bau ausreichender Parkplätze umfassen, eine „staureduzierte Heranführung des Verkehrs“ einschließen, ausreichende Gehwege für die Zuschauerströme und Stauräume am Stadion bereitstellen und vor allem die Neuordnung der Zu- und Abfahrt von der B 448 aus einplanen.

Rubriklistenbild: © Günter-Havlena / Pixelio.de

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