Kinder bleiben besser daheim

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Kinder bleiben besser daheim, denn "ver.di" hat für morgen zum bundesweiten Warnstreik in den Sozial- und Erziehungsdiensten aufgerufen.

Offenbach - (tk) Das trifft etliche Eltern sehr empfindlich: Für den morgigen Mittwoch bläst die Gewerkschaft „ver.di“ zum bundesweiten Warnstreik in den Sozial- und Erziehungsdiensten. Verhandlungen mit dem Verband der Kommunalen Arbeitgeber über einen Gesundheitstarifvertrag sind gestern für gescheitert erklärt worden.

In Offenbachs 21 städtischen Betreuungseinrichtungen gibt es eine „hohe Streikdichte“. Hermann Dorenburg, der Leiter des Jugendamts und Chef des Eigenbetriebs Kindertagesstätten (EKO), hat das Personal fragen lassen, wer am Mittwoch arbeiten werde. Das ernüchternde Ergebnis: Lediglich 56 von etwa 340 Erzieherinnen und Erziehern stehen zur Verfügung.

Davon betroffen sind die Eltern von rund 2700 Kindern. Das wichtigste Ziel von Dorenburg, der noch an Notplänen bastelt: „Am Mittwochmorgen darf kein Kind allein vor einer geschlossenen Kita stehen; wir wollen, dass die Eltern unbedingt heute mit den Erzieherinnen alles abklären.“ Wo es möglich war, wurden die Eltern bereits angesprochen und über mögliche Einschränkungen informiert. Diejenigen, die nicht erreicht wurden, sollen es über die Zeitung erfahren.

Mütter und Väter, die es organisieren können, sind wohl gut beraten, sich Alternativen zur sonst üblichen Unterbringung in einer städtischen Einrichtung einfallen zu lassen. Eltern werden gebeten, wenn irgend möglich, an diesem Tag ihre Kinder zuhause zu behalten, da keine Erzieherinnen für ihre Betreuung zur Verfügung stehen werden.

Die meisten Kitas werden ganz geschlossen bleiben müssen. Und nur für äußerst dringende Notfälle kann heute ein Notdienst in einer anderen Kita abgesprochen werden. „Grundsätzlich müssen die Eltern davon ausgehen, dass kein Kita-Betrieb möglich sein wird“, sagt Hermann Dorenburg.

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