„King Kamehameha Beach Club“

Miami am Main

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Bikini und Badehose statt Hawaiihemd – im Kurzurlaub am Mainstrand soll schließlich der ganze Körper braun werden.

Offenbach - Es ist 15 Uhr, als der Strandclub seine Pforten öffnet. Die Sonne strahlt und keine Wolke trübt die Stimmung während die Vorfreude auf den Sand zwischen den Zehen steigt. Von Khang Nguyen

Bevor gebaggert oder gechillt werden kann, gibt es an der Tür eine schnelle Taschenkontrolle. Damit wollen die Betreiber die Sicherheit aller Gäste gewährleisten. „Darf ich kurz einen Blick in die Tasche werfen?“, fragt einer der Sicherheitsleute freundlich, aber bestimmt. Das Mitbringen eigener Getränke ist untersagt. Größere Taschen sieht er sorgfältiger durch. Einige Clubgäste sind überrascht, dass sie ihre Taschen zeigen müssen. Stören tut es jedoch niemanden. Wer beim Versuch, Getränke aufs Strandgelände mitzunehmen ertappt wird, muss seine Flasche am Eingang hinterlegen.

Doch nicht nur für die Taschenkontrolle ist das Personal an der Tür verantwortlich: Nur einer bestimmten Klientel gewähren sie Eintritt. „Es gibt Leute, die hier einfach fehl am Platz sind“, sagt einer der Männer, die den Eingangsbereich im Auge haben. Das seien beispielsweise größere Männergruppen oder stark alkoholisierte Leute.

Bis zu 6000 „Kurzurlauber“ am Tag

Seit 2007 residiert der King Kamehameha Beach Club, oder wie unter Szenemenschen besser bekannt als „Kingka Beach“, am Ende der Halbinsel am Offenbacher Hafen. An Tagen, an denen Großveranstaltungen wie Nightwax-Beachlove oder BigCity-Beats-Islands stattfinden, strömen bis zu 6000 Personen an den Strand.

Für Ilona Fischer und ihren Kollegen fühlt sich die Arbeit hinter der Beachbar wie Urlaub an.

Auf den 10.000 Quadratmetern Sandstrand entfliehen nicht nur Rhein-Mainler, sondern auch Sonnenanbeter von weiter weg für einen kurzen Moment dem Alltag. „Von Jungfamilien bis hin zu Leuten, die bis spät in die Nacht feiern wollen, kommen hier alle möglichen Menschen hin“, sagt King-Ka-Mitarbeiterin Jeanette Skutnik, Auszubildende im Bereich Events und Marketing.
Während sich Sportbegeisterte auf den Volleyballplätzen oder beim Fußball duellieren, lassen andere den Feierabend ruhiger angehen und entspannen sich bei kühlen Getränken, asiatischen Speisen oder Deftigem vom Grill. „Wir haben gemerkt, dass der Ausgleich zwischen herzhaften Burgern und gesundem Asiafood gut ankommt“, erklärt Jeanette Skutnik die bunte Mischung auf der Speisekarte.

Langsam füllt sich der Club. Hinter den vier Bars herrscht Hochbetrieb. Die Gäste stehen Schlange, um sich ein Bier oder den Sommercocktail Hugo zu bestellen. Neben dem an Mojito erinnernden Durstlöscher würden auch Aperol Spritz und Caipis gut gehen, sagt Barkeeperin Ilona Fischer.

Name nach Detektivserie „Thomas Magnum“

Sie verbindet das kleine Saint-Tropez trotz Arbeit eher mit Urlaub: „Das Kingka Beach bedeutet einfach Entspannung für jeden, der sich spontan eine kurze Auszeit vom Alltag nehmen will.“

Das könnte erklären, warum hinter der Theke gute Stimmung herrscht, obwohl viel los ist. Die Barkeeper behalten trotz Andrang die Ruhe, beim Mixen und Schütteln – als wären sie im Urlaub und würden nur ein paar Freunden einen kleinen Drink ins Glas zaubern. Dabei kommt einiges zusammen: Gemeinsam mit ihren Kollegen schiebt Ilona Fischer an einem Tag bis zu 800 Caipis und ungefähr 1000 Hugos über den Tresen.

Woher der ungewöhnliche Name des Strandclubs kommt, erklärt Marketingazubi Skutnik: „Die Gründer des King Kamehameha Clubs auf der Hanauer waren in jungen Jahren absolute Fans der Detektivserie ’Thomas Magnum’. In dieser gibt es eine Strandbar, die eben King Kamehameha heißt.“

Neben der Strandoase auf Offenbachs Hafeninsel gehört auch der King Kamehameha Club auf der Hanauer Landstraße in Frankfurt zur Unternehmsgruppe. Neuster Clou ist das Boat, welches seit Mai auf dem Main verkehrt. Die „Catwalk“, so der Name des Schiffes, kreuzt mittwochs bis sonntags über den Fluss und verspricht bis zu 500 Gästen je nach Wochentag Livemusik oder beste elektronische Klänge.

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