Kingka-Beachclub bleibt geschlossen

Strandparty ist Vergangenheit

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Diesen Anblick wird es (vorerst) in Offenbach nicht mehr geben: Der Kingka-Beachclub im Hafen wird geschlossen, eine Wiedereröffnung ist ungewiss.

Offenbach - Sommer, Sonne, Urlaubsfeeling: Seit 2004 war der Offenbacher Kingka-Beachclub mit seiner mediterranen Atmosphäre eine Top-Adresse für Entspannung am Sandstrand.

Mit Cocktails, Skylineblick oder heißen Clubnächten mit angesagten DJs aus der House-Szene ist es jetzt auf der Spitze der Hafeninsel aber vorbei. Mindestens in diesem Jahr bleiben die Pforten des größten Beachclubs im Rhein-Main-Gebiets geschlossen. „Die Baustellensituation im Hafen Offenbach lässt einen störungsfreien Gastronomiebetrieb auf der Inselspitze nicht mehr zu“, bedauern Daniela Matha, Geschäftsführerin der Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG), und der bisherige Betreiber Christian Bordzio. Der will sich auch ganz von der Offenbacher Hafeninsel zurückziehen.

Die OPG entwickelt im ehemaligen Offenbacher Industriehafen an der Stadtgrenze zu Frankfurt ein neues Stadtviertel, das Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kultur und Bildung vereinen soll. Für die Inselspitze sucht sie jetzt nach einer Anschlusslösung. Wann dort wieder ein gastronomischer Betrieb aufgenommen werden kann, ist noch offen. Die ebenfalls städtischen Mainviertel GmbH hatte vor elf Jahren dem Frankfurter King Kamehameha Club die Sommer-Dependance auf Offenbacher Seite ermöglicht. Dazu verpachtete sie die 11.000 Quadratmeter große, mit Sand aufgefüllte Fläche an der Inselspitze. Der Beachclub war als Zwischennutzung gedacht.

Inzwischen wird im Hafen aber immer mehr gearbeitet. die Bebauung zieht sich immer weiter nach Westen. Bereits im vergangenen Jahr war dadurch der Beachclub beeinträchtigt worden. Nun soll ein Strandbetrieb erst fortgesetzt werden, wenn der Zugang zur Inselspitze, die Stellplatzsituation und auch der Schallschutz störungsfrei geregelt werden können. Beachclub wie das bereits umgesiedelte Kulturzentrum Hafen 2 waren einst als Interimslösungen gedacht. Inzwischen ist aber klar, dass auf das exponierten Gelände mit seinem maritimen Flair keine Bebauung kommt. Es müsste ohne ein Bürogebäude sein, Wohnen geht wegen der Siedlungsbeschränkung unter der Einflugschneise nicht.

Die Inselspitze und auch der geplante östlich vorgelagerte Park „In den Dünen“ sollen für Kultur und Naherholung freigehalten werden. „Wir werden für einen Gastronomiebetrieb auf der Spitze der Hafeninsel eine dauerhafte Lösung suchen“, kündigt Daniela Matha an. (vs)

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