Kino, Kunst und Kaninchen

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Der „Hafen2“ vereint als Kulturzentrum alles, was Menschen lockt: Am Wochenende beispielsweise Kino und Kunst. Platz wäre auf dem Areal mit der beleuchteten Krankulisse natürlich für mehr als die 150 Frischluft-Cineasten.

Offenbach ‐ Der Offenbacher Kinosommer lebt - sogar, wenn der Sommer zwischenzeitlich mal kein richtiger sein will. Das Kulturzentrum „Hafen 2“ zumindest muss sich nicht mit großen Zweifeln plagen, dass es mit der modernisierten Fortführung der „Offenbacher Filmfest“ genannten Reihe daneben gegriffen haben könnte. Von Claus Wolfschlag

Zur jüngsten Freiluft-Kinonacht vermeldete die Mitbetreiberin Andrea Weiß ein „Zufrieden“. Eins, das sie auf den gesamten bisherigen Verlauf der Cineasten-Sause bezieht.

Um die 150 Besucher hatten sich am Freitagabend auf der bestuhlten Wiese vor der großen Leinwand niedergelassen, um Wes Andersons Komödie „Darjeeling Limited“ zu genießen. Sterne funkelten am wolkenlosen Himmel, und für die abfallenden Temperaturen nach Einbruch der Dunkelheit waren die meisten Zuschauer gut vorbereitet. Decken und Jacken gehören zur Standardausstattung.

Eröffnung der Ausstellung „Hamburg Gießen Offenbach“

Sicherlich noch einmal knapp 100 Gäste bevölkerten zeitgleich den Platz vor der Caféteria. Dort konnten sie bis kurz vor Filmbeginn den traurig-schönen Alternative-Balladen des schwedischen Songwriters Björn Kleinhenz lauschen.

Oben im Kulturzentrum kamen zudem viele Besucher zur Eröffnung der Ausstellung „Hamburg Gießen Offenbach“. Vier Künstler präsentieren dort bis 12. September ihre Arbeiten zum Thema „Stadtlandschaften“.

So scheint die Umstrukturierung der Kino-Nächte der Atmosphäre keinen Abbruch getan zu haben. Fünf Jahre lang hatte Enrico Corsano das „Offenbacher Filmfest“ veranstaltet, doch er musste aus finanziellen Gründen den Betrieb der alten Projektoren einstellen. Die „Hafen 2“-Betreiber entschlossen sich, den Kinosommer weiterzuführen. Andrea Weiß: „Da bislang mit Filmrollen gearbeitet wurde, waren wir meist auf ältere Filme beschränkt, also etwa Klassiker der 60er und 70er Jahre von Antonioni oder Woody Allen. Wir wollten aber auch jüngere Filme zeigen. Deshalb arbeiten wir nun mit Videoprojektoren. Wir kaufen DVDs, die uns zusagen, und schließen einen Vertrag mit dem Verleih.“

13 Filme sind freitags und samstags in diesem Kinosommer zu sehen. Darunter bekannte Streifen wie „Matrix“ und „Pi“.

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