Kita-Schlosskirchencup

Dribbeln, Pässe, Torschuss

+
Ein Riesenspaß war das Fußballturnier für die Kita-Kinder: Stolz hielten sie die Banner ihrer jeweiligen Einrichtung in die Kamera.

Offenbach  - Zirka 250 Kinder tummeln sich am auf dem Freigelände der Kita der Diakoniekirche. Elf Mannschaften aus zehn Offenbacher Kitas wollen den Schlosskirchencup gewinnen. Obwohl gerade mal drei bei sechs Jahre alt, präsentieren sich die kleinen Kicker stolz wie die Großen. Von Peter Klein

Die Mannschaften laufen ein, jede trägt ein Banner mit Emblem seiner Kita vor sich her. Wer nicht selbst in der Mannschaft steht, feuert seine Kita an. Einige haben sogar Cheerleader-Gruppen mitgebracht. Mütter bauen die Kuchentheke auf, Beate Burkhart macht Würstchen warm – schließlich wollen die Mini-Sportler gut versorgt sein. Kitaleiterin Gaby Schima koordiniert und hat alle Hände voll zu tun.

Im Organisationszelt steht Marco Herth mit dem Mikro in der Hand. Vor zehn Jahren, als alles begann, war der Jugendliche dort selbst Kita- Kind, heute ist er Albert-Schweitzer-Schüler und unterstützt seinen Vater. Weil die Kinder so gern gekickt hätten, habe er damals den Vorschlag gemacht, doch einmal ein solches Kitaturnier zu veranstalten, erinnert sich Holger Herth.

Kinder machten DFB-Schnupperzeichen

Während Gaby Schima die anderen Kitas einlud, kümmerte er sich um Spielpläne, Musik, Urkunden, Preise und moderierte. So ist es bis heute geblieben, nur die Veranstaltung wurde von Jahr zu Jahr größer. Waren es am Anfang gerade mal sechs Mannschaften aus fünf Kitas, hat sich die Zahl mittlerweile verdoppelt. Für die Jubiläumsveranstaltung hat sich Holger Herth besondere Mühe gemacht. Erstmals können die Kinder das DFB-Schnupperabzeichen machen.

Wie Fritz Wagner vom Kreisfußballausschuss des Hessischen Fußballverbands berichtet, gibt es das Schnupperabzeichen bisher nur für Schulkinder. Der DFB will es aber für Kita-Kinder ab Mai anbieten. Für sie hat er das, was die Größeren leisten müssen, altersgerecht angepasst. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Schlosskirchencup meldet er dem DFB weiter.

Drei Stationen für das Abzeichen

Drei Stationen müssen die Kinder durchlaufen: Dribbeln, Passspiel, Torschuss. Für jede Station gibt es Punkte und am Ende das goldene, silberne oder bronzene Abzeichen. Für die Betreuung hat die Albert-Schweitzer-Schule pro Tag fünf Schüler freigestellt. In zwei Tagen tritt jede Mannschaft einmal gegen jede andere an. Gespielt wird acht Minuten. Wer gerade nicht Fußball spielt, kann sich auf der Hüpfburg oder am Spielemobil austoben. Von dem Fußballeifer der Minikicker sind auch Fabian Bäcker, Maximilian Ahlschwede und Nino Berndroth von den Offenbacher Kickers angetan, die zu einer Autogrammstunde gekommen sind. Im Endspiel treten die Kicker der Markusgemeinde gegen die von St. Paul 1 an. Die Trophäe nimmt schließlich die Kita St. Paul mit nach Hause. Doch als Sieger darf sich jedes Kind fühlen.

Bei der Jubiläumsveranstaltung zeigten sich die Sponsoren besonders großzügig. So kann jedes Kind unter anderem mit einer Karte fürs Hallenbad nach Hause gehen. Außerdem bekommt jede Kita einen Ausflug geschenkt, zum Beispiel ins Senckenbergmuseum oder zu Hit-Radio FFH.

Kommentare