Kita-Umzug wegen Wasserschaden

„Notaufnahme“ in Kinderklinik

Offenbachs Kinder- und Jugenddezernent, Bürgermeister Peter Schneider, besuchte dieser Tage gemeinsam mit Claudia Lisch, Prokuristin der GBM, das Ausweichquartier der Kita 20 in der ehemaligen Kinderklinik am Starkenburgring. - Foto: p

Offenbach - Für etwa acht Monate gibt es auf dem Klinikgelände zwei Kindertagesstätten. Zur Kita 5, die als Neubau auch den früheren Betriebskindergarten des Krankenhauses ersetzt, gesellt sich vorübergehend die Kita 20.

Die ist in der benachbarten Frühlingsaustraße daheim, musste dort aber wegen eines massiven Wasserschadens weichen. Asyl gewährt die Geschäftsleitung der Sana-Klinik den 125 Drei- bis Sechsjährigen und ihren Erzieherinnen in der ehemaligen Kinderklinik im historischen Krankenhaus am Starkenburgring.

Die städtische Gebäudemanagement-GmbH (GBM) hatte die Räumlichkeiten innerhalb weniger Wochen als Zwischenlösung hergerichtet. Auf den zur Verfügung stehenden rund 600 Quadratmetern Grundfläche wurden Sicherheitsmaßnahmen für die Kinder wie Klemmschutz, Kinderschutzsicherung an Steckdosen und Verbrühschutz eingebaut, der Brandschutz überprüft und erweitert, neue Stromkreise verlegt und neue Leuchten installiert.

Das alles wurde von der GBM und beauftragten Firmen zwischen Ende Dezember und Anfang Januar realisiert. Im Januar wurden alle Räume noch vor dem Umzug grundgereinigt und desinfiziert, so dass die Kindertagesstätte am 20. Januar an neuer Stelle ihren Betrieb aufnehmen konnte. Kita-Leiterin Anke Agius-Gilibert ist mit dieser kurzfristigen Lösung sehr zufrieden. Für alle war es eine gute Entscheidung: Eltern werden weite Wege erspart, die Kinder und auch die Erzieherinnen sind wieder zusammen unter einem Dach, die pädagogische Arbeit nimmt mit kleinen Einschränkungen oder Veränderungen den normalen Lauf.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

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Trotzdem hofft die Kita-Gemeinde, so schnell wie möglich wieder in der Frühlingsaustraße einziehen zu können, denn den Kindern fehlt das angrenzende Außengelände und vor allem der heiß geliebte Turnraum sehr. Nun werden vorübergehend mehr als 360 Kinder auf dem Krankenhausareal betreut. Die Kita 5 bietet 239 Plätze nicht mehr nur für 100 Kinder von Klinikmitarbeitern. Es gibt Kleinkinder-, Kindergarten- und Hortgruppen. Der 2009 eingeweihte Neubau kostete 3,5 Millionen Euro.

Das Vorgängerdomizil war von der Krankenhausgeschäftsleitung als zu klein erkannt worden. Die anschließende Nutzung ist politisch umstritten und dürfte auch Teil der Aufarbeitung der zum Zwangsverkauf führenden Klinikgeschichte sein. In die alten und auf Krankenhauskosten umgebauten Räume direkt am Starkenburgring zogen dann ein früherer Chefarzt mit einer Privatpraxis und ein Sanitätsunternehmen, dessen Chefin zeitweilig mit dem später geschassten Klinik-Geschäftsführer verheiratet war.

tk

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