Kitt der Gesellschaft

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Als Hessens Sportminister Gast beim Neujahrsempfang des TC-Rosenhöhe-Fördervereins: Volker Bouffier. Fördervereinschef Erich Strüb und Vorsitzender Wolfgang Schreeb begrüßten den Redner aus Wiesbaden.

Offenbach ‐ „Ich glaube, dass der Sport eine der wichtigsten Ressourcen unserer Gesellschaft ist“, sagte Volker Bouffier, Hessens Minister des Inneren und für Sport, beim Neujahrsempfang des Fördervereins des Offenbacher TC Rosenhöhe. Von Denis Düttmann

Keine andere Freizeitaktivität besitze einen derart integrativen Charakter: Beim Sport träfen sich Alte und Junge, Reiche und Arme, Deutsche und Ausländer.

„In Fragen der Integration ist der Sport konkurrenzlos“, meinte der Innenminister. Zudem vermittle der Sport Leistungsbereitschaft, Disziplin und Teamfähigkeit – alles tugendhafte Eigenschaften, die beispielsweise auch im beruflichen Alltag unverzichtbar seien.

Bouffier sprach vom demografischen Wandel im ländlichen Raum und von den sozialstrukturellen Veränderungen in den Ballungsgebieten. Da ist ein bedenklicher Trend zu vermelden: „Die Summe der Individualinteressen wird immer größer und die Summe der Gemeinsamkeiten immer kleiner“, bedauerte der Innenminister. Eine Antwort auf die drängenden Fragen der Zeit seien die Sportvereine. „Sie sind der Kitt unserer Gesellschaft“, befand Bouffier. „Menschen finden in den Vereinen ein Stück Heimat.“

Deshalb plädiere er für mehr öffentliche Anerkennung für die Ehrenamtlichen und habe sich dafür eingesetzt, den Sport explizit in der hessischen Verfassung zu erwähnen. „Es war eine bewusste Wertentscheidung, einen Sport-Artikel in die Verfassung aufzunehmen“, berichtete Bouffier. Denn wie keine andere Freizeitbeschäftigung liefere der Sport wertvolle Ansätze für die Lösung drängender gesellschaftlicher Probleme.

Lob ans Sommercamp der Tennisspieler

Obwohl der Minister bereits vor seiner Ankunft auf der Rosenhöhe hatte ankündigen lassen, er habe es unter Termindruck sehr eilig und müsse entsprechend schnell wieder zurück nach Wiesbaden, sprach er schließlich doch eine knappe Stunde zu den Gästen aus Offenbacher Politik und Sport. Er lobte ausdrücklich das Engagement der zahlreichen Trainer und Betreuer in ganz Hessen, schwärmte von den Erfolgen im Leistungssport und der persönlichen Erfüllung im Breitensport. „Wir möchten die Vereinsarbeit erhalten und wenn möglich erleichtern“, formulierte Bouffier.

Auch der Vorsitzende des Fördervereins des TC Rosenhöhe, Erich Strüb, rückte die unverzichtbaren, doch meist stillen Helfer in den Vordergrund. „Die Vereine leben vom ehrenamtlichen Engagement“, erklärte er.

Der Vereinschef lobte ausdrücklich das Sommercamp der Tennisspieler sowie die Zusammenarbeit mit den ansässigen Schulen und forderte die Runde auf, die Jugendarbeit noch weiter auszubauen. Nur mit Hilfe konsequent betriebener Nachwuchsförderung könne man sportliche Erfolge feiern – wie die erste Mannschaft, die nun in der Hessenliga spielt. „Hier sind wir gefordert“, meinte Strüb. „Wir müssen jungen Spielern optimale Voraussetzungen bieten, damit sie ihr Talent ausbauen können.“

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