Klassiker und Raritäten

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Die Neue Philharmonie Frankfurt hat sich mit ihrem ambitionierten Konzertprogramm viele Freunde gemacht: Jetzt wurde die neue Spielzeit vorgestellt.

Offenbach - (adr) Bereits seit drei Jahren trifft sich „tout Offenbach“, wie Oberbürgermeister Horst Schneider es nennt, zu einem besonderen künstlerischen und gesellschaftlichen Anlass. Die Rede ist von der Konzertreihe „Capitol Classic Lounge“, die im Oktober bereits in die vierte Saison startet.

Bei insgesamt sechs Aufführungen lädt die Neue Philharmonie Frankfurt in der Spielzeit 2009/2010 wieder ein zu einer sinfonischen Reise durch „Kontinente und Gefühlswelten, Jahreszeiten und Zeitalter“, wie es in der aktuellen Broschüre heißt.

Das Reihe, die nicht nur bekannte klassische Werke transportiert, sondern auch immer wieder musikalische Raritäten vermittelt, erfreut sich großer Beliebtheit. Dafür sprechen steigende Abonnementzahlen. So registrierten die Veranstalter im vergangenen Jahr 320 Konzertgänger, im Gegensatz zu den 225 Besuchern 2007. Dauerkarteninhaber werden bevorzugt behandelt und können schon ab heute ihr neues Abo im OF-Infocenter am Salzgässchen reservieren. Potenzielle Neuabonnenten müssen bis sich bis zum 25. Juni gedulden. Der Einzelkartenverkauf beginnt am 1. Juli. Mindestens 125 Euro müssen diejenigen ausgeben, die sich feste Plätze für alle sechs Konzerte sichern wollen, Einzelkarten gibt es ab 25 Euro.

Außer der Philharmonie treten zahlreiche Gastkünstler auf. In der ersten Aufführung der Capitol Symphonie Lounge, „Herbstfarben“ am 4. Oktober, stehen zwei Brüder auf der Bühne: Marius Felix Lange mit seiner Ouvertüre und Professor Manuel Lange am Klavier mit Beethovens 4. Sinfonie. Zum Abschluss spielt die Philharmonie Johannes Brahms‘ 1. Sinfonie, die auch „Beethovens 10.“ genannt wird.

Mit der ersten Panorama Lounge der Saison, am 1. November, werden den Barockklängen einige neue spannende Aspekte hinzugefügt. Unter der Leitung des jungen Dirigenten Yoel Gamzou spielt die Philharmonie Stücke von Dietrich Buxtehudes „Toccata“ bis hin zur wohl populärsten Barock-Paraphrase: Ron Goodwins Titelmusik zur Filmreihe „Miss Marple“.

Das Weihnachtsmärchen am 6. Dezember soll noch romantischer und pfiffiger werden als je zuvor: John Rutters Magnificat entfaltet die „ganze schwelgerische Klangpracht der Nach-Romantik“, heißt es im Programmheft. Außerdem erklingen Teile zweier klassischer Märchen: „Die Königskinder“ und „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck – gelesen von Radiomoderatorin Evren Gezer und Stadtkämmerer Michael Beseler auf dem roten Plüschsofa.

Fernöstliche Tradition und europäische Klangwelten bringt die zweite Panorama Lounge am 14. Februar zusammen. Das Stück „Kirschblütensonate für Licht, Wasser, Chor und Orchester“ komponierte Patrick Bishay auf Basis dreier altjapanischer Lieder. Tenor Wojtek Alicca singt Auszüge aus den Puccini-Opern „Madame Butterfly“ und „Turandot“. Dirigent ist Wolfgang Wengenroth.

Die zweite Symphonie Lounge, unter dem Motto „Götterfunken“, bestreitet am 21. März der Wahl-Offenbacher Roland Böer. Unter seiner Leitung wird Beethovens 9. gespielt. Den Abschluss am 16. Mai macht die beliebte Chaplin-Serie mit dem Stummfilm „Circus“ unter der Leitung von Frank Strobel, der die Bilder auf der Leinwand lebendig macht.

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