Klassisches bleibt Hochzeitstrend

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Bräute entscheiden sich nicht immer für das klassische Weiß: Modenschau auf der Messe.

Offenbach ‐ Vanillecréme, Schokoladenmousse oder doch lieber die leichte Erdbeerfüllung? Brautpaare stehen bei der Auswahl des Innenlebens ihrer Hochzeitstorte vor der Qual der Wahl. Und damit alleine ist es ja noch nicht getan. Von Katharina Platt

Ein Überzug will ausgesucht und die Tortendekoration wohl überlegt sein. Wie gut, dass Cathérine Jamin ihren Kunden im Dschungel der Angebote beratend zur Seite steht.

Bei ihr und fast 30 weiteren Ausstellern im Büsingpalais konnten sich am Sonntag angehende Brautpaare rund um den schönsten Tag im Leben informieren. Das Sheraton-Hotel hatte zur ersten Hochzeitsmesse des Hauses geladen.

Auf dem Tisch der Konditor-Meisterin stehen nicht nur prächtige Torten mit pastelligen Marzipandecken und zarten Zuckerrosen, sondern auch Petit-Four-Varianten aus Schokolade und Herzkekse. Die Konditormeisterin weiß, was sich ihre Kunden wünschen. „Die klassische Marzipantorte stirbt nicht aus. Der Trend geht jedoch zu höheren Torten mit viel Farbe“, sagt Cathérine Jamin. Auch für ungewöhnliche Wünsche ist die Konditorei und Confiserie Georg Jamin offen. Die Konditoren haben schon mal die Burg Frankenstein aus Kuchenteig nachgebaut und eine ganze Playmobilfamilie aus Marzipan auf eine Torte gesetzt. Ab 60 Euro ist eine kleine Torte zu haben. Nach oben seien die preislichen Grenzen offen, versichert Cathérine Jamin.

Auch der Blumenschmuck kann eine teure Angelegenheit werden. Der Offenbacher Florist Johannes Kitzinger und seine Mitarbeiter kreieren schon mal Brautsträuße für 140 Euro. „Einen kleinen Strauß gibt es aber bereits ab 40 Euro“, verspricht der Blumenhändler mit eigenem Geschäft in der Kaiserstraße. Unverwüstlicher Klassiker sei die „Rosenkugel“, verrät der Experte. Außer Rot seien auch die Farben Créme und Weiß angesagt.

Weiße Brautkleider wollen die Kunden nicht mehr

Die Räume des Büsingpalais bieten den Ausstellern den perfekten Rahmen für ihre Angebote. Im Jaques-Offenbach-Saal fügen sich die Kleider von Designerin Rosa Maria Kampfmann harmonisch ins festlich-barocke Ambiente. Die Kleider aus seidigen Stoffe in hellen Blautönen, Apricot und Himbeer haben mit gewöhnlichen Brautkleidern nur wenig gemein. Für jede Glückliche fertigt die Schneiderin aus Frankfurt eigene Entwürfe an. „Meine Kunden wollen kein Weiß“, sagt sie. „Und einige bringen ihre eigenen Skizzen mit.“ Viele der Kleider, die auf einer Stange hinter ihr hängen, erinnern an vergangene Epochen. Für ihre Kreationen, die an die zwanziger oder fünfziger Jahre erinnern, lässt sie sich von Schauspielgrößen wie Audrey Hepburn, Brigitte Bardot oder Grace Kelly inspirieren. Wichtig ist Rosa Maria Kampfmann, dass sie am Ende die individuellen Wünsche ihrer Kundinnen richtig umgesetzt hat.

Aber nicht nur Ausgefallenes erwartete die Kunden im Palais. Auch klassische Brautkleider in Weiß mit Spitze, kleinen Glitzerkristallen und Schleppe sowie eine Auswahl an Musterkarten, Ringen und Dessous präsentierten die Profis rund ums Heiraten. Den krönenden Abschluss bildete ein Feuerwerk. Das farbenfrohe Himmelsspektakel kann Höhepunkt eines Festes sein. Die Eventagentur von Uwe Langlitz macht auch ungewöhnliche Wünsche wahr. „Wir haben Brautpaare schon mit einem Hubschrauber überrascht“, erzählt der Fachmann. Ideen, wie der schönste Tag im Leben noch schöner wird, sammelten die Gäste bei der Hochzeitsmesse in Offenbach auf jeden Fall genügend.

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