Offenbacher Unternehmen auf Erfolgskurs

Mit Klebstoff durch die Euro-Krise

Offenbach - Die deutsche Klebstoffindustrie kann bereits jetzt auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurückblicken. Von dieser anhaltend positiven Entwicklung hat auch das Offenbacher Unternehmen Bodo Möller Chemie Group profitiert. Von Siegfried J. Michel

Aktuellen Prognosen des Industrieverbands Klebstoffe (IVK) zufolge wird die Produktionsmenge von Kleb- und Dichtstoffen bis zum Jahresende die Rekordmarke von 1,4 Millionen Tonnen erreichen – das entspricht der 14-fachen Menge der gesamten europäischen Goldreserven. Durch diesen positiven Trend befindet sich auch das Offenbacher Unternehmen auf Erfolgskurs. Im vergangenen Jahr wurde laut einer Pressemitteilung weltweit ein Umsatz von rund 42 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Jahr 2010 waren es noch 32 Millionen Euro. 2012 werde voraussichtlich ein Umsatz von 48 bis 50 Millionen Euro erreicht. Frank Haug, Geschäftsführer des weltweit aktiven Klebstoff- und Spezialchemikalienexperten, kennt die Gründe für diese Entwicklung: „In kaum einer Branche führt noch ein Weg an Klebstoffen vorbei. Ob Auto, Tablet oder Windkraftanlage – viele moderne Fertigungsmethoden und Materialen setzen inzwischen spezialisierte Klebstoffe voraus. Löten, Schrauben oder Nieten sind längst keine Selbstverständlichkeit mehr.“

Laut IVK wird sich der Trend auch 2013 mit einem Wachstum von 3,5 Prozent fortsetzen. Insbesondere die anhaltend positive Wirtschaftslage der deutschen Immobilienbau-, Verpackungs- und Konsumgüterbranche sowie Exporte in wachsende Schwellenmärkte begünstigten die aktuelle Rekordnachfrage nach deutschen Klebstoffen, hieß es.

Seit 35 Jahren ein Bindeglied

Mit einem umfassenden Produktportfolio, welches neben leistungsstarken Klebstoffen auf Epoxidharz-, Polyurethan- oder Methylmethacrylatbasis auch Dichtstoffe, Additive, Gießharz und Vergussmassen umfasst, hat sich Bodo Möller Chemie bereits seit mehr als 35 Jahren als Bindeglied zwischen Produktion und weiterverarbeitender Industrie fest etabliert. Um flexibel auf sämtliche Trends und Herausforderungen der zahlreichen Branchen reagieren zu können, setzt Haug auf eine Kombination aus individueller Beratung und zuverlässiger Distribution: „Die rapide fortschreitenden technologischen Weiterentwicklungen der letzten Jahre stellen immer wieder neue Anforderungen an geeignete Klebstoffe. Mit maßgeschneiderten Lösungen sind wir in der Lage, die Innovationskraft unserer Kunden gezielt zu unterstützen.“

Zum wachsenden Kundenstamm des Großhändlers und Vertriebspartners gehören neben Unternehmen aus den Bereichen Elektronik, Aerospace, Composites, Papier und Verpackung auch Automobil-, Nutzfahrzeug-, und Transportkonstrukteure. In elf Niederlassungen weltweit – darunter Südafrika, Frankreich und Skandinavien – vertreibt Bodo Möller Chemie neben Klebstoffen u.a. auch Additive für Kunststoffe und Lacke. Das Unternehmen, das in der Offenbacher Zentrale 55 Mitarbeiter und weltweit 100 Menschen beschäftigt, ist nach eigenen Angaben im Vertrieb von Spezialchemikalien führender Handelspartner namhafter europäischer Chemiekonzerne, darunter DOW Automotive Systems, Henkel, BASF und Huntsman Advanced Materials.

Rubriklistenbild: © dpa

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