Mit kleinen Schritten ins Ziel

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Michael Dorn und Vedrana Becker vertreten mit Engagement die Eltern aus 22 Kindertagesstätten.

Offenbach ‐ Mehr als 2000 Eltern vertreten die neue Kita-Stadtelternbeirätin Vedrana Becker und ihr Stellvertreter Michael Dorn. Viel wichtiger ist jedoch, dass sie ihre Stimmen auch den mehr als 2500 Kindern leihen, die die 22 Kindertagesstätten Offenbachs besuchen. Von Katharina Platt

Seit diesem Monat sind Vedrana Becker und Michael Dorn im Amt. Becker ist bereits mit den Aufgaben des Stadtelternbeirats vertraut. Bevor sie gewählt wurde, unterstützte sie Jürgen Rosenow als Stellvertreterin. Für das neue Duo stehen zu Beginn der Amtszeit einige Termine an. Hermann Dorenburg vom Jugendamt hat zum Gespräch geladen und auch die neue Kita in der Frankfurter Straße wartet auf eine Stippvisite. Die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, der Stadt und den Parteien funktioniere gut, berichten Becker und Dorn. Regelmäßig fänden Gespräche statt, zur Sozialdezernentin und Bürgermeisterin Birgit Simon stehe der Vorstand in engem Kontakt. Und auch mit den Parteien findet ein Austausch statt.

Vermittlungsstelle zwischen Eltern und Ämtern

Becker und Dorn wissen, wie wichtig die Unterstützung der Stadt für ihre Arbeit ist. Als Stadtelternbeiratsvorsitzende fungieren sie als Vermittlungsstelle zwischen den Eltern der Kitas und den Ämtern. Sie leiten Informationen weiter und sind Ansprechpartner bei Problemen. Nicht nur zum Wohl der eigenen Kinder engagieren sich die Eltern. „Vor allem geht es darum, etwas zu bewegen“, erläutert Becker. Beide sind bemüht, sich einen objektiven Blick auf Probleme und Situationen zu bewahren. „Das fällt nicht immer leicht“, sagen sie. „Wir können etwas bewegen, auch wenn es nur in kleinen Schritten voran geht.“ Kleine Schritte also, wie de der 2500 Kinder in den Einrichtungen.

Beim Blick zurück sehen die Beiräte Erfolge. „Heute sind vor fast jeder Kita Dreißiger-Zonen“, würdigt die motivierte Vorsitzende. „Außerdem haben wir erreicht, dass weiterhin in den Kitas frisch gekocht wird und die Kinder kein Essen aus einer Großküche bekommen.

In Lauterborn nach dem Rechten gesehen

Ziele für ihre einjährige Amtszeit haben Becker und Dorn zur Genüge. „Die anstehenden Sanierungen in fünf Kindertagesstätten wollen wir so schnell wie möglich über die Bühne bringen“, sagt Dorn. Außerdem müsse in der Kita acht in Lauterborn nach dem Rechten gesehen werden. Im vergangenem Jahr war dort die ganze Belegschaft ausgetauscht worden. Besonders am Herzen liegt beiden die Bekämpfung der Kinderarmut in der Stadt. Etwa 9.000 Kinder seien in Offenbach davon betroffen. „Wir dürfen diese Kinder nicht auf der Straße stehen lassen“, sagen sie. Auch die Politiker wollen sie mit der Frage konfrontieren, was sie gegen die Kinderarmut zu tun gedenken.

Doch im Gegensatz zu Stadt und Land stehe der Stadtelternbeirat für unbürokratische Hilfe. Vedrana Becker kann sich vorstellen, dass Ausflüge beispielsweise aus der Elternkasse bezahlt werden könnten. Außerdem müsse man aufmerksam sein und mit Eltern, die Hilfe benötigen, das Gespräch suchen.

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