Offenbach: In Bieber-Nord entsteht ein neuer Bildungskomplex aus Grundschule und Kita

Klimaschonend und inklusiv

36,5 Millionen Euro für neuen Spiel- und Lernort in Bieber-Nord: Die Abbildung zeigt den Lageplan, im Südwesten ist die Philip-Ullrich-Straße. Grafik: blfp planungs GmbH
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36,5 Millionen Euro für neuen Spiel- und Lernort in Bieber-Nord: Die Abbildung zeigt den Lageplan, im Südwesten ist die Philip-Ullrich-Straße. Grafik: blfp planungs GmbH

Bildung, Bildung und nochmals Bildung: Wie kaum zuvor investiert die Stadt in die Zukunft. Aktuell saniert und erweitert sie drei Gesamtschulen: Edith-Stein-, Geschwister-Scholl- und Mathildenschule. Kosten: gut 80 Millionen Euro. Parallel errichtet die GBO in städtischem Auftrag an der Mühlheimer Straße einen Neubau für die Fröbelschule (30 Millionen Euro).

Offenbach - Jetzt hat der Magistrat mit dem Projekt- und Vergabebeschluss seine Zustimmung für den „Bildungskomplex Bieber-Nord“, einem Neubau mit Grundschule und Kindertagesstätte, gegeben. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf 36,5 Millionen Euro.

Um den Bedarf an Schul- und Betreuungsplätzen zu erfüllen, wird an dem künftigen Standort an der Willi-Bauer-Straße eine dreizügige Grundschule für 300 Schüler sowie eine Kindertagesstätte mit sechs Gruppen für 124 Kinder bis sechs Jahren errichtet.

Geplant werden auf dem mit 4893 Quadratmetern vergleichsweise knappen Grundstück ein viergeschossiges Gebäude für die Schule sowie ein dreigeschossiges Gebäude für die Kindertagesstätte mit insgesamt 7754 Quadratmetern Netto-Grundfläche. Der Schulhof bietet eine Verbindung der beiden Gebäude. Die Schule wie auch die Kindertagesstätte sind barrierefrei geplant und erfüllen damit die Voraussetzungen für ein inklusives Konzept. „Es handelt sich um einen zukunftsweisenden Bildungsbau, der Übergänge zwischen Kita und Schule fördert und gestaltet. Besonders freue ich mich über die Barrierefreiheit: Die Stadt schafft beste Voraussetzungen für eine inklusive Beschulung“, sagt Bau- und Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß.

Hinter den wärmegedämmten und zum Teil begrünten Fassaden der Schule verbirgt sich ein zeitgemäßes Raumkonzept. Die Klassen- und Gruppenräume eines Jahrgangs sind zu sogenannten Lernclustern zusammengefasst. Die so entstehenden Räume lassen sich von unterschiedlichen Lerngruppen flexibel nutzen. Zur Verpflegung der Schüler ist im Erdgeschoss eine Cafeteria vorgesehen. In das Untergeschoss und das Erdgeschoss ist die Sporthalle eingeschoben. Der Schulhof wird ergänzt durch eine weitere Fläche auf der Dachterrasse.

Die gegenüberliegende Kita ist ausgelegt für vier Gruppen für über dreijährige Kinder sowie für zwei Gruppen für unter dreijährige Kinder. Die Einrichtung verfügt über eine eigene Küche, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Krippen- und Kindergartenkinder gerecht werden zu können. Alle Gruppenräume öffnen sich zum separaten Außengelände.

Der Neubau soll durch eine energieeffiziente Bauweise zum Klimaschutz beitragen. Er wird einen um 30 Prozent niedrigeren Primärenergiebedarf haben als vergleichbare Gebäude nach den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes. Derzeit geht der Projektsteuerer, die Stadtwerke-Gesellschaft OPG, davon aus, dass nach dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung am 24. Juni der Bauantrag gestellt werden kann. Die ersten Bagger könnten im Frühjahr 2022 anrollen, der Bau im Sommer 2023 fertig sein.  mk / pso

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