Wohnungen für Studenten der Region

Offenbach - Während die CDU ihren Vorschlag präzisiert, im leer stehenden Altbau des Klinikums Wohnraum für Studenten zu schaffen, ist für die FDP das Vorhaben schwer vorstellbar.

Bei der Prüfung der Frage muss nach Ansicht der CDU unbedingt der regionale Aspekt einbezogen werden. „Natürlich wäre der Klinik-Altbau allein für Offenbacher Studenten als Wohnheim überdimensioniert“, findet Fraktionschef Peter Freier. Beziehe man jedoch den großen Wohnungsbedarf an den Hochschulstandorten der Region mit ein, ergebe sich ein anderes Bild. Freier empfiehlt dem Magistrat, Kontakte zu den Studentenwerken der umliegenden Hochschulen aufzunehmen, um in Erfahrung zu bringen, ob es von dortiger Seite eventuell sogar Mitfinanzierungsmöglichkeiten gibt.

„Kreative Ideen sind wichtig, dies wirkt aber mehr nach einem Einfall als nach einem Gedanken“, kommentiert der FDP-Fraktionsvorsitzender Oliver Stirböck den CDU-Vorstoß. Um aus dem „Mammut-Objekt“ ein modernes Studentenwohnheim zu machen, seien immense Investitionen erforderlich, für die Ideengeber auch realistische Finanzierungsvorschläge beibringen sollten. „Dass ein Investor solche Summen allein aufbringen würde, erscheint uns eher märchenhaft“, meint der Freidemokrat.

Richtig sei allerdings, dass es schon mittelfristig völlig unwirtschaftlich und daher für den Steuerzahler nur schwer erträglich sei, das Haus Z nicht abzureißen, sondern im Bestand zu erhalten. „Auch ein Haus, das leer steht, muss überwacht werden und darf keine Gefahr für die Umgebung werden – es kostet also richtig Geld“, so Stirböck. Dass angesichts dieser Situation auf den Abriss verzichtet werde, zeige erneut die dramatische Schieflage des hiesigen Klinikums, das am Abgrund der Insolvenz stehe. J mad

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