Aus Klinik verschwunden

Offenbach (mcr) ‐ Das Erste, das Karl-Walther Häuser gestern erledigte, nachdem ihn das Krankenhaus zwecks weiterer Heilung entlassen hatte, war ein Anruf bei unserer Zeitung. Dass die Frau, die ihn und seine Lebensgefährtin zwei Tage vor Silvester über den Haufen gefahren hat, das sicher nicht mit Absicht getan habe, erklärte er, und dass nun trotzdem alles mit rechten Dingen zugehen müsse.

Deshalb wolle er einen Aufruf drucken lassen, auf dass die Dame, die unerkannt verschwunden sei, sich bitte doch noch melde.

Das will auch die Polizei. Deren Pressestelle vermeldete kurz nach Häuser, 67, was sich am letzten Dienstag nach 20 Uhr auf dem Bürgeler Mainuferweg nahe des Bootshauses zugetragen hat: Der Nidderauer Häuser und seine Bürgeler Partnerin waren beim späten Spaziergang, als sich von hinten ein vermutlich dunkelblauer Kleinwagen näherte. Das Paar versuchte auszuweichen, doch der Wagen erwischte die 59-Jährige seitlich. Sie erlitt Beinprellungen. Häuser knallte auf die Windschutzscheibe, schleuderte über die Karosse: blutende Wunden, Prellungen, Schulterverletzung, Jahreswechsel in der Klinik.

Die Fahrerin - 30 bis 40 Jahre, etwa 1,65 Meter, langes, dunkelblondes Haar - stieg aus, wirkte gehetzt, sprach vom zehnjährigen Sohn, der sie brauche, fuhr die Verletzten auf deren Drängen ins Krankenhaus, kam auf Aufforderung mit in die Aufnahme. Und entschwand, ohne ihren Namen zu hinterlassen. Das kann sie fast wieder gut machen. Die Polizei, Tel.: 069 80985100, erwartet ihren Anruf. Oder den von Zeugen.

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