Klinikchefin: „Man lässt uns sterben“

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Franziska Mecke-Bilz, Chefin des Klinikums Offenbach.

Offenbach (psh) ‐ „Wir haben noch nicht alle Hausaufgaben am Klinikum erledigt“, sagte Franziska Mecke-Bilz, seit 1. Februar Geschäftsführerin des Klinikums Offenbach, das sich unverändert in einer gefährlichen finanziellen Schieflage befindet.

Beim „Rhein-Main Zukunftskongress Krankenhaus und Partner“, der gestern im Offenbacher Büsing-Palais begann und heute fortgesetzt wird, warb sie für die Idee kommunaler Klinikverbände, in denen Ressourcen wesentlich besser gebündelt werden könnten. Zudem würde unnötige Konkurrenz in der Region verhindert.

Die Wettbewerbsfähigkeit kommunaler Krankenhäuser im Vergleich zu privaten Kliniken gehört zu den Themen des Kongresses. Daran nehmen etwa 500 Vertreter von Krankenhäusern, Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen, Unternehmer der Gesundheitswirtschaft, Vertreter von Ministerien und Politiker teil. Experten machten deutlich, dass viele kommunale Kliniken um ihr Überleben kämpfen, da die Ausgaben für Personal und Behandlungsmethoden im Eiltempo stiegen. Gleichzeitig zwinge die Politik Krankenhäuser in ein Sparkorsett. Mecke-Bilz: „Man lässt uns passiv sterben.“

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